Auch im alten Kronleuchter sieht LED mittlerweile gut aus

Im Birnen-Schaukasten gab’s den direkten Vergleich: LED liefert gleiche Helligkeit bei weitaus weniger Stromverbrauch.

Altena -  Ursula Rinke rechnet noch immer in Watt um und steht manchmal recht ratlos vorm Glühbirnenregal, wenn sie sich eine LED-Leuchte kaufen möchte. „Die Verpackungen sind leider oft schlecht gekennzeichnet“, merkte die treue Stadtbüchereikundin beim LED-Tauschtag am Samstag im Lesecafé an.

Die glühenden Drähte verabschieden sich zusehends aus den Geschäften und mancher Besitzer eines Kronleuchters für feingeformte Kerzenbirnen hatte noch Hamsterkäufe gemacht, um sich das warme Licht für die nächsten Jahre zu sichern.

„Verständlich“, erklärte Umweltberater Michael Lücker von der Verbraucherzentrale Lüdenscheid, dem das kalte Weiß zunächst auch nicht behagte. „Mittlerweile gibt es aber auch die Kerzenform und auch die Warmweißoptik ist in der Technik angekommen. Jetzt dürfte für fast jede alte Lampe eine LED-Alternative auf dem Markt sein.“ Selbst für den Kühlschrank und den Backofen sind entsprechende Birnen schon erhältlich.

„Einziges bisher ungelöstes Problem sind Dimmschalter an der Wand. Die werden unbrauchbar, weil sich dimmbare LEDs nur an der Lampe selbst in der Helligkeit regulieren lassen“, ergänzte Architektin Andrea Blömer, die die Verbraucherzentrale als zusätzliche Honorarkraft unterstützt. Sie kommt auch ins Haus, wenn Familien Ursachen für hohe Stromkosten finden und abstellen möchten.

Der Umstieg auf die energiesparende LED-Technik kann da schon viel bewirken. Altenas Klimaschutzmanagerin Lisa Flender zeigte das am Samstag im Birnen-Schaukasten im Lesecafé, wo alte und neue Technik gegeneinander anleuchteten. Rein optisch gibt’s kaum noch unterschiede, der Blick auf das angeschlossene Strommessgerät sorgte jedoch für erstaunte Blicke. Selbst die viel gelobten Ernergiesparleuchten können die niedrigen Verbrauchswerte der LEDs nicht schlagen.

Das Beraterteam ermutigte jeden Besucher zum Ausprobieren und gab nicht nur Birnen, sondern auch jede Menge Infomaterial an seine Gäste mit.

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