Entscheidung noch in diesem Frühjahr

Rosmart eine Option für das Kreis-Feuerwehrzentrum

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Der Gewerbepark Rosmart gehört zu den „heißen Kandidaten“ für das Feuerwehrservicezentrum.

Altena - Noch in diesem Frühjahr steht auf Kreisebene die Entscheidung über den Standort des neuen Feuerwehrservicezentrums an. Im Gespräch ist auch der Gewerbepark Rosmart. Er kommt aber allenfalls dann in Frage, wenn sich der Kreis für die größte aller denkbaren Lösungen entscheidet.

Es geht auf jeden Fall um eine Investition im zweistelligen Millionenbereich: Das Feuerwehrzentrum ist zum einen Schulungsstätte und zum anderen Materiallager. Zurzeit ist es an die Wache der Iserlohner Berufsfeuerwehr angegliedert und verdient inzwischen die Note ungenügend. Das Gebäude entspricht weder in baulicher noch arbeitsschutzrechtlicher Weise den aktuellen Anforderungen.

Ein von der Kreisverwaltung eingeschalteter Gutachter schlug schon im Jahr 2013 vor, mit der Einrichtung in Iserlohn zu bleiben – allerdings nicht bei der dortigen Feuerwache, weil dort der Platz nicht ausreicht. Stattdessen soll ein kreiseigenes Grundstück neben dem Straßenverkehrsamt am Griesenbrauck genutzt werden. Dort ist zurzeit noch die Kommunale Datenverarbeitungszentrale (KDVZ) ansässig, die aber im Laufe des Jahres nach Hemer umziehen wird. Dort nutzt sie Teile der ehemaligen Kasernen auf dem Gelände des Sauerlandparks.

So weit, so gut – und lange noch nichts entschieden. Etwas überraschend kam in der vergangenen Woche aus der Kreisverwaltung der Hinweis auf mögliche Probleme am Griesenbrauck. Kreissprecher Hendrik Klein wies auf die angrenzende Wohnbebauung hin, die vor allem bei einer Nutzung am Wochenende zu Beschwerden führen könne. Klein bezeichnete den Gewerbepark Rosmart als „heißen Kandidaten“ für das Servicezentrum und wies darauf hin, dass dieser Standort wegen seiner besseren Erreichbarkeit auch von den Wehren im Südkreis favorisiert werde.

Entschieden sei aber noch nichts, sagte Kleins Kollegin Ursula Erkens am Montag, 16. Februar, auf Anfrage unserer Redaktion. Das Thema werde Ende März im Kreisausschuss behandelt, etwa 14 Tage vorher werde die entsprechende Vorlage veröffentlicht. Noch warte der Kreis auf ein weiteres Gutachten über die Nutzung der Fläche in Griesenbrauck.

Anfangs gehegte Pläne, auch die Kreisleitstelle in das Servicezentrum zu integrieren, spielten derzeit keine Rolle, sagte Erkens. Insider berichten allerdings, dass ein Neubau auf Rosmart ein anderes Raumproblem lösen könnte: Die Zahl der Krankentransporte im Südkreis nimmt stark zu, der Kreis muss 22 neue Rettungsassistenten einstellen – und hat dafür in den vorhandenen Rettungswachen eigentlich keinen Platz. Denkbar wäre es deshalb, den Krankentransport (bei dem im Gegensatz zum Rettungsdienst keine zeitkritischen Einsätze anfallen) zu zentralisieren – zum Beispiel in einem gemeinsamen Neubau mit dem Servicezentrum auf Rosmart.

Von Thomas Bender

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