Baugesellschaft bekennt Farbe

Ein Farbdesigner hat sich im Auftrag der Baugesellschaft Gedanken darüber gemacht, wie die Häuser am Breitenhagen optisch aufgewertet werden können.

ALTENA -  Der Aufsichtsrat der Altenaer Baugesellschaft (ABG) hat das Investitionsprogramm für 2014 abgesegnet. Rund 2,8 Mio. Euro will das Unternehmen im kommenden Jahr in seinen Bestand stecken. Weitere 240000 Euro sollen für den Abbruch von fünf Häusern am Breitenhagen ausgegeben werden.

Davon betroffen ist wiederum die Wilhelmstraße – Ziel der Baugesellschaft ist es, eine Art „Grüngürtel“ vor ihren Bestand zu legen und ihn so optisch von dem nicht gerade attraktiven „Industrietal“ Rahmede abzutrennen. Weil es sich dabei um eine Maßnahme zum Stadtumbau handelt, fördert das Land die- se Abbrüche. Das gilt auch für einen Abbruch am Giershagener Weg. Dort fällt Haus Nummer 43, in dem sich die Wohnungen wegen der dunklen und teils auch feuchten Lage direkt am Steilhang kaum noch vermieten lassen.

Joachim Effertz und Jörg Hammerschmidt sprachen gestern mit weit größerer Begeisterung über die 2014 anstehenden Sanierungsmaßnahmen – vor allem über eine an der Gartenstraße. Dort ist das Haus Nummer 36 „leergefallen“, hat also keine Mieter mehr. Dadurch wird es möglich, es grundlegend umzugestalten, und zwar barrierearm. Geplant ist der Anbau eines Aufzugs, damit alle drei Wohnungen auch von Rollstuhlfahrern zu erreichen sind. Die Wohnungen seien fast 100 Quadratmeter groß und deshalb für Behinderte besonders geeignet, erklärte Hammerschmidt. Die Bäder seien großzügig und die Flure breit genug. Neben dem Haus an der Gartenstraße soll auch eins am Knerling barrierearm ausgestattet werden. Hier laufe gerade die Abstimmung mit der Denkmalpflege. Die muss zustimmen, weil dieser Stadtteil unter Ensembleschutz steht. Der Umbau dieser Häuser sei ein Experiment, betonte Effertz gestern. Die Baugesellschaft wolle ausprobieren, ob es einen nennenswerten Bedarf für diesen Wohnungstyp gibt.

Am Knerling sind in diesem Jahr mehrere Häuser gestrichen worden, 2014 wird das Fassadenprogramm für diesen Stadtteil weitergeführt. Auch zum Breitenhagen kommt der Maler – für diesen Stadtteil hat die ABG sogar einen Farbdesigner angeheuert, der sich um eine möglichst markante Farbgebung kümmert. Erste Früchte seiner Arbeit kann man an der Mozartstraße schon bewundern. Effertz: „Auch die Mieter sind davon sehr angetan“.

Nicht nur mit Fassadenanstrichen bemüht sich das Unternehmen darum, seinen Bestand aufzuwerten. Es plant eine ganze Reihe kleinerer Maßnahmen. So bekommen alle Häuser, die gestrichen wurden, ein Vordach für die Haustür – auch das sei ein von den Bewohnern gerne angenommener Komfortgewinn, betonten Effertz und Hammerschmidt. Optische Verbesserungen des Bestandes bringen „Mülltonnen-Einhausungen“, also Schränke oder Abtrennungen, die die Abfallcontainer aus dem Blickfeld rücken.

Balkone bleiben auch im kommenden Jahr ein Thema: Am Halsknopf werden weitere Häuser damit ausgestattet, am Lennestein müssen sie saniert werden. In vielen Häusern werden die Treppenhäuser renoviert – oft ein aufwendiges Unterfangen, weil dann nach Möglichkeit auch die Zähleranlagen in den Keller verlegt werden. Dem Thema Strom müsse man zukünftig ohnehin mehr Aufmerksamkeit widmen, meint Hammerschmidt. Er tendiert dazu, in leerstehenden Wohnungen die Installation komplett erneuern zu lassen.

Übrigens: Von nahezu allen Aufträgen, die das Unternehmen vergibt, profitieren Handwerker aus der Region. „Etwa 90 Prozent des Sanierungsetats geht an Handwerker aus Altena und den Nachbarstädten“, weiß Effertz.

von Thomas Bender

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