1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Bekanntes Gebäude in Altena: Investoren planen Luxus-Wohnungen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jona Wiechowski

Kommentare

Jeweils zu 50 Prozent an dem Projekt beteiligt sind Bauunternehmer Ünal Cenik (2. v. li.) und Investorin Hüsniye Gürbüz (2. v. re.). Roland Taub (re.) wird das Projekt als Makler begleiten. Auch Bürgermeister Uwe Kober (Mitte) schaute sich in den Räumen um. Ebenso auf dem Bild: Architekt Salih Salih Ateşoğulları.
Hier an der Hagener Straße 10 sollen Luxus-Wohnungen entstehen. © Heyn, Volker

17 Luxus-Wohnungen, teilweise mit Balkonen, dazu Terrasse, Garten und Platz für zwei Ladenlokale: Das wollen zwei Investoren aus dem prägnanten Gebäude an der Hagener Straße 10 entstehen lassen. Rund drei Millionen Euro planen sie für die umfangreichen Sanierungsarbeiten ein. Die sollen schon in Kürze beginnen.

Altena – „Die Pläne sind soweit fertig“, sagt Ünal Cenik. Der Bauunternehmer aus Hagen ist zusammen mit der Wuppertaler Investorin Hüsniye Gürbüz über eine Sparkassen-Anzeige auf das Objekt aufmerksam geworden. Vor einem knappen Jahr schlugen sie zu – und haben Großes vor.

Die 17 Wohnungen sollen zwischen 53 bis 150 Quadratmeter groß sein, zwölf von ihnen mit Balkonen ausgestattet werden. Gebaut werden sollen die auf der von der Hauptstraße abgewandten Seite – mit Blick auf die Lenne in Richtung Sauerlandhalle.

Zwölf bis 18 Monate werden die Arbeiten dauern.

Bauunternehmer Ünal Cenik, Geschäftsführer von C&S Bau

Die Wohnungen sollen laut Gürbüz alle eine gehobene Ausstattung bekommen. „Das ist schon ein bisschen Luxus“, sagt sie. Dafür soll das Gebäude kernsaniert werden – und auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Gürbüz schwebt ein „Energiesparhaus auf höchstem Niveau“ vor. Was ihr ebenfalls wichtig ist: Dass die Außenfassade dabei erhalten bleibt und etwa Dämmungen nur von innen erfolgen. Unmittelbar vor dem zentral gelegenen Gebäude sind laut Cenik 13 Parkplätze geplant. Ins Erdgeschoss sollen zwei Ladenlokale kommen.

Jeweils zu 50 Prozent an dem Projekt beteiligt sind Bauunternehmer Ünal Cenik (2. v. li.) und Investorin Hüsniye Gürbüz (2. v. re.). Roland Taub (re.) wird das Projekt als Makler begleiten. Auch Bürgermeister Uwe Kober (Mitte) schaute sich in den Räumen um. Ebenso auf dem Bild: Architekt Salih Salih Ateşoğulları.
Jeweils zu 50 Prozent an dem Projekt beteiligt sind Bauunternehmer Ünal Cenik (2. v. li.) und Investorin Hüsniye Gürbüz (2. v. re.). Roland Taub (re.) wird das Projekt als Makler begleiten. Auch Bürgermeister Uwe Kober (Mitte) schaute sich in den Räumen um. Ebenso auf dem Bild: Architekt Salih Salih Ateşoğulları. © Wiechowski, Jona

Die ersten Handgriffe an dem Gebäude sind schon getan: In den letzten Wochen lief die Entrümpelung. 20 Container kamen da zusammen. Aktuell warteten die Investoren darauf, dass der Bauänderungsantrag genehmigt würde. „Sobald der durch ist, werden wir mit Sekt anstoßen.“

Ein kleiner Park hinter dem Gebäude

In zwei bis drei Wochen soll es dann mit den „richtigen“ Arbeiten losgehen. „Zwölf bis 18 Monate werden die Arbeiten dauern“, schätzt Cenik. Ganz genau könne man das mit Blick auf aktuell überall um sich greifende Lieferschwierigkeiten etwa bei Baustoffen nicht sagen.

Doch nicht nur für den Innenraum gibt es Pläne, auch draußen: Hinter dem Gebäude soll neben einer Terrasse ein kleiner Park entstehen, vielleicht mit Sichtschutz zu den Bahnschienen. Wenn Gürbüz von den Plänen erzählt, kommt sie schnell ins Schwärmen über die Burgstadt und das Gebäude. „Ich bin sehr beeindruckt von Altena.“ Hin und weg sei sie von der Lennepromenade und den freundlichen Menschen. Sie habe sich noch nie so über ein Objekt gefreut. Deshalb: „Ich habe mir vorgenommen, hier einzuziehen“, sagt die Investorin, die derzeit in einem Reihen-Eckhaus in Wuppertal wohnt.

Die Fläche hinter dem Haus soll genutzt werden. Ein kleiner Park könnte hier entstehen.
Die Fläche hinter dem Haus soll genutzt werden. Ein kleiner Park könnte hier entstehen. © Heyn, Volker

Roland Taub, der das Projekt als Makler begleitet, berichtet von rund zwei Händen voll Kaufinteressenten. „Auch eine Firma hat schon angefragt, die die Räume als Büro nutzen möchte“, sagt der gebürtige Erdinger, der vor Kurzem noch einen Auftritt in der ZDF-Fernsehsendung „hallo deutschland“ hatte und sich über weitere Interessenten freut. Die können sich in eine Liste eintragen lassen und sollen so auch Infos zum Baufortschritt und die Möglichkeit zu Online-Besichtigungen und weiteren Unterlagen erhalten; zu einem späteren Zeitpunkt soll das Objekt dann auf dem Markt präsentiert werden.

Geschichte

Bis zur Insolvenz im Jahr 2020 war in dem auffälligen Gebäude an der Hagener Straße 10 der 1899 gegründete Installationsbetrieb Hermann Schmidt beheimatet. Seitdem stand das Gebäude leer.

Auch interessant

Kommentare