Altenaer Weihnachtsmarkt bietet für jeden etwas

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„Schau mal: Da vorne geht eine Elfe“, hieß es immer wieder auf dem Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone. Die mehr als zwei Meter große Schönheit im goldenen Kleid ließ schweigend Goldflitter auf die Passanten regnen.

Altena -  Von gemütlich und besinnlich über verzaubernd und fantasievoll bis hin zu rockig und ausgelassen war die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt am Wochenende.

Am Samstagnachmittag war die Innenstadt nur spärlich besucht. Lediglich beim Handwerkermarkt in der Burg Holtzbrinck drängte sich das Publikum von Stand zu Stand.

Der Nikolaus allerdings zog draußen bereits seine Runden und ließ sich gut gelaunt bereitwillig immer wieder mit Passanten fotografieren. „Finger weg von meinem Sack“, ermahnte er allerdings immer wieder allzu neugierige Weihnachtsmarkt-Besucher.

Ein weiterer, ganz besonderer Markt-Gast fiel den Sauerländern schon von weitem auf. Gemächlichen Schrittes und mucksmäuschenstill schritt die junge Frau daher. Zumeist drehte sie nur ihre Pirouetten. Doch ihre güldene Robe und ihre imposante Größe fielen sogleich ins Auge. Aus mehr als zwei Metern Höhe ließ die versonnen vor sich hin lächelnde und schweigende Schöne immer wieder Goldflitter auf die Altenaer fallen. Diese ließen sich das nur allzu gerne gefallen. Manche badeten sogar regelrecht im Goldregen. Und so raunten sich die Weihnachtsmarkt-Besucher immer wieder zu: „Schau mal: Da vorne geht eine Elfe.“

Altenaer Weihnachtsmarkt 2014

An der Kirche war eine kleine Bühne aufgebaut. Dort bemühte sich zur Kaffee-Zeit der Altenaer Nico Koslowski darum, dass Publikum zum Mitmachen zu animieren. Der vom Radio-MK-Wettbewerb „Sing a Song“ bekannte Sänger mischte sich zwar immer wieder unter seine Zuhörer, doch die blieben zumeist recht zurückhaltend Koslowski versuchte sie mit Pophits wie „When you say nothing at all“ von Ronan Keating, Big-Band-Klassiker wie das aus dem Film „Blues Brothers“ bekannte „Minnie, the Moocher“ von Cab Calloway und Weihnachtslieder wie „Feliz Navidad“ aus der Reserve zu locken.

Der Nikolaus hatte da längst seinen Sack versteckt und griff sich immer wieder eine der Frauen vor der Bühne für ein Tänzchen. Das ließen die sich lieber gefallen, als die Gesangs-Aufforderungen Koslowskis. Die Herren umarmte der bärtige Träger eines auffälligen roten Mantels. Das ließen diese bereitwillig geschehen, schließlich wird Weihnachten ja auch gerne das Fest der Liebe genannt.

Auch die hünenhafte Elfe lockte Koslowski mit seinem Gesang an. Zwar blieb sie weiterhin stumm. Doch ihre Piroutten wirkten zunehmend wie ein Tänzeln. Der 42-jährige Sänger sang zwar zumeist alleine, aber Freude verbreitete er sichtlich bei fast all seinen Zuhörern.

Nach dem gut einstündigen musikalischen Auftritt neigte sich der Nachmittag dem Abend entgegen. Langsam ging die Sonne unter. Und mehr und mehr füllte sich die Fußgängerzone. Der Weihnachtsmarkt wurde richtig voll – von wegen „in Altena ist doch nichts los“.

Am Abend enterte die Deutschrock-Band Startblock die Bühne an der Kirche. Die fünf jungen Männer kommen allesamt aus dem ganzen Märkischen Kreis, „nur nicht aus Altena“, wie Sänger Pascal Zimmer herum alberte. Vorwiegend eigene, deutschsprachige Songs spielte das Quintett, welches seit dem Jahrswechsel 2006/2007 existiert. Sie kamen ausgesprochen gut an. Zur Gruppe gehören noch Gitarrist Mathias Abebe, Gitarrist Patrik Bieker, Bassist Hendrik Schulz und Schlagzeuger Sebastian Ziemann. - MichaelKoll

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