Beim Mittelalterfest: Floßfahren auf der Lenne

Ortsbeauftragter Frank Herbel und seine jugendliche THW-Helfer.

ALTENA - Mit dem Floß über die Lenne schippern? – Wer jetzt denkt, das gibt es doch gar nicht, der sollte sich das erste August-Wochenende vormerken. Dann nämlich betätigen sich die Aktiven des Technischen Hilfswerkes (THW) als Lenne-Flößer.

„Wir wollten uns am 6. Mittelalterfest vom 3. bis 5. August sinnvoll beteiligen“, sagt Frank Herbel. Der Ortsbeauftragte des THW kam auf die Idee, die erstmals in das bunte Treiben einbezogene andere Lenneuferseite gegenüber der Promenade nicht nur durch die Ponton-Brücke seines Verbandes mit einzubeziehen, „mir kam der Gedanke: Lasst uns doch ein Floß bauen und so einen Rundweg ermöglichen.“

Gesagt, getan: Die Organisatoren, Stadt, Stadtmarketingverein und Kreis, waren von der Idee angetan. Und so wird seit ein paar Tagen in der THW-Werkstatt an der Rahmeder Straße 143 „geschweißt, gehämmert, gebunden.“ Mittendrin ist dabei der eigene THW-Nachwuchs. „Wir sind schon froh, dass wir die jungen Leute haben und sie aktiv einbinden können“, sagt der Ortsbeauftragte.

Das Mittelalter-Lenne-Floß wird eine Grundfläche von rund fünf Quadratmetern haben und jeweils ab der ersten Lennebuhne dann je Fahrt maximal vier Personen über den Fluss bringen. Ein halbes Dutzend Alu-Rohre wurden dazu verschweißt, dicke Baumbohlen zurecht geschnitten. Die meiste Arbeit aber machen die Knoten, mit denen Hölzer und Rohre verbunden sind. „Da steckt kein Nagel und auch keine Schraube drin“, so Herbel. Von einem Baum am Lenneufer unterhalb des Bahndamms bis zur gegenüberliegenden Spundwand wird ein Drahtseil gespannt und dann ist Muskelkraft gefragt, um das Floß zu bewegen. Generalprobe ist Mitte Juli, „dann wird sich zeigen, ob wir richtig gearbeitet haben.“

von Johannes Bonnekoh

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