Glätte kommt nach Feierabend

Die Streuautomaten des Winterdienstes haben sich zum ersten Mal gedreht. Der Bauhof ist gut gerüstet für den Winterdienst.

ALTENA ▪ Um 20 Uhr ist Feierabend im Baubetriebshof – auch wenn Winter ist. Deswegen blieben die Streufahrzeuge in der Garage, als sich am Dienstag nach 22 Uhr verbreitet Straßenglätte bildete. Mit einer Ausnahme: Auf Bitten der Polizei rückte ein Fahrzeug aus, um die Brücken abzustreuen. Auf denen war es besonders glatt.

Die tückischen Fahrbahnverhältnisse blieben ohne Folgen, die Polizei meldete gestern Morgen nicht einen einzigen Glatteisunfall. Offenbar hatten sich die Autofahrer, die nachts unterwegs waren, auf die Situation eingestellt. Und als der Berufsverkehr einsetzte, war alles schon vorbei: Wie in solchen Fällen üblich, war für die Bauhofmitarbeiter die Nacht am Dienstag um 5 Uhr zuende. Sie rückten mit vier LKW und einem kleinen Trecker aus, um die Straßen abzustreuen. Wenig später waren dann auch die so genannten „Handstreuer“ unterwegs, die auf stadteigenen Treppen und Verbindungswegen für Sicherheit sorgen.

Alles in allem sei seine Mannschaft für den Winter gerüstet, berichtete Volker Richter, der Leiter des Baubetriebshofs. Vor wenigen Tagen wurden 100 Tonnen Salz geliefert – weil in den beiden Salzlagern am Baubetriebshof und in Dahle noch Reste vom vorigen Jahr lagerten, steht für die nächsten Wochen genug Streumittel zur Verfügung.

„Zu unseren Vorbereitungen gehört es auch, die technische Ausstattung der Winterdienstfahrzeuge zu überprüfen“, erklärte Richter. Deshalb seien Streuautomaten und Schneepflüge kontrolliert worden. Trotzdem müsse man immer damit rechnen, dass Fahrzeuge ausfallen – „das war noch jedes Jahr so“. Bis zu acht LKW und vier Kleintraktoren stehen dem Bauhof zur Verfügung, 22 Leute kann er einsetzen. Ab Dezember müssen sie sich um einen kleinen Teil des Stadtgebietes nicht mehr kümmern – dann übernimmt ein Lohnunternehmer die Straßenreinigung im Bereich Hummelnstück und Großendrescheid.

Dass von 20 Uhr bis 5 Uhr nicht gestreut wird, hat auch mit gesetzlichen Vorgaben zu tun. Die Fahrer der Streufahrzeuge haben sich an die Lenkzeitenverordnung zu halten und müssen Ruhepausen einlegen. ▪ Von Thomas Bender

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