Behördentermin zum Burg-Aufzug

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Der Abbruch des ehemaligen Übergangsheimes geschieht momentan weitgehend von Hand. ▪

ALTENA ▪ Es ging um Angsträume, Ausgrabungen und vieles mehr, als sich jetzt Vertreter aller möglichen Ämter und Institutionen in Altena trafen – die Stadtverwaltung hatte zum „Behördentermin“ in Sachen Burgaufzug geladen.

Solche Vorbesprechungen seien vor größeren Baumaßnahmen üblich, berichtete anschließend Stadtplaner Roland Balkenhol. Sie dienen nach seinen Worten dazu, vor Baubeginn das Know how anderer Behörden abzufragen, um vor unliebsamen Überraschungen geschützt zu sein. Deshalb nahmen auch die Generalplaner, die die Stadt inzwischen verpflichtet hat, an dieser Besprechung teil.

Sie sei „schneller zuende gewesen, als ich gedacht habe“, sagte Balkenhol auf Anfrage. Und: „Es ist nichts gekommen, was uns erschrocken gemacht hätte“. Die Polizei riet dazu, keine „dunklen Ecken“ im Zugangsbereich des Aufzuges zu schaffen, weil viele Menschen diese „Angsträume“ meiden würden. Mit dem Vertreter des archäologischen Landesamtes wurde abgesprochen, wie die Behörde die in der Remise erforderlichen Erdarbeiten begleitet. Wichtig sei, dass sie Zeit genug hätten, erfuhr Balkenhol. Deshalb sollen sie in Kürze schon mit der Arbeit beginnen können. Schon während der Sanierung der Burgmauern hatten die Forscher den Untergrund der Burg erkundet, die Remise wurde aber ausgespart.

Klar dementiert wurden gestern seitens der Stadtverwaltung die im Internet gestreute Gerüchte, wonach bei den laufenden Abbrucharbeiten illegal Beschäftigte eingesetzt würden. „Da ist nichts dran“, betonte der Bürgermeister und verwies auf entsprechende Kontrollen zuständiger Ämter, die ergebnislos verlaufen seien. Dr. Andreas Hollstein berichtete auch, dass in der Ausschreibung für die Maßnahme von den ausführenden Firmen gewisse Standards verlangt worden seien. Vor der Vergabe sei außerdem der Leumund der Bewerber geprüft worden – die Lampertheimer Abbruchgesellschaft habe sich dabei als „grundsolides Unternehmen“ herausgestellt, das bereits für mehrere Bundes- und Landesbehörden tätig gewesen sei und weitaus größere Projekte gestemmt habe. Dass in Unternehmen dieser Branche unter den Mitarbeitern viele Ausländer seien, sei aber üblich. ▪ ben.-

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