Ausschuss: „Bedeutend für die industrielle Entwicklung der Rahmede und Altenas“

Kleinbahntunnel ist denkmalgeschützt

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So ein bisschen verwunschen sieht das noch heute offene Portal des KAE-Tunnels aus, das sich an der Lüdenscheider Straße/Ecke Rahmedestraße befindet. Ein Drahtzaun schützt es.

Altena -  Das Tunnelportal der Kreis Altenaer Eisenbahn, KAE an der Lüdenscheider Straße/Rahmedestraße ist für die Stadt so bedeutend, das wir es gerne unter Denkmalschutz stellen möchten“. Es erinnere, so sagte Stadtplaner Roland Balkenhol am Dienstag, 29. September vor dem Stadtentwicklungsausschuss, „an eine bedeutende Zeit“ der ältesten Schmalspurbahn im westlichen Sauerland auf Altenaer Gebiet, nämlich die Kreis Altenaer Eisenbahn, KAE.“

Der Ausschuss folgte dem Stadtplaner einstimmig.

Zuvor hatte Balkenhol den Politikern noch eine kleine Geschichtsstunde an die Hand gegeben. Denn die Beratungsvorlage 118/16 umfasste nicht nur fünf eng beschriebene Seiten DIN A 4, sie enthielt auch alles Wissenswerte über den einstmals 55 Meter langen Kleinbahntunnel. Er war bis 1961 in Betrieb, als die Rahmedetalbahn mit damals noch 14,55 Kilometer Länge aufgegeben wurde. Balkenhol: „Der Tunnel ist in seiner ursprünglichen Form mit den beiden Portalen heute noch vorhanden. In der Tunnelöffnung an der Rahmedestraße wurde bereits vor Jahren eine Garage eingebaut.“

Schmunzeln musste der ein oder andere Politiker, als Balkenhol von der Schwierigkeit sprach, überhaupt zu erfassen, in wessen Eigentum sich der Rest-Tunnel heute befände. „Er ist nie irgendwie entwidmet worden. Also haben wir im Rathaus angenommen, da gilt Eisenbahnrecht.“ So gab es anschließend viele, viele Kontakte zum Landesbetrieb Straßen.NRW und der Märkischen Eisenbahngesellschaft, MEG, als Rechtsnachfolgerin der KAE und den über dem Tunnel befindlichen Grundstückseigentümern. Der Denkmalschutz manifestiert jetzt dieses Bauwerk als „wesentlichen Faktor für die industrielle Entwicklung im Rahmedetal bis hinauf nach Lüdenscheid.“

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