Weg für Bebauung am Bungern geebnet

ALTENA ▪ Das Bauvorhaben der Berg-Stiftung im Anschluss an das Betreute Wohnen war gestern Abend im Ausschuss für Stadtentwicklung schnell beschlossen. Bei Enthaltung der Grünen empfahl das Gremium dem Rat, eine entsprechende Änderung des Bebauungsplanes zu verabschieden.

Diskutiert wurde kaum über die Bedenken, die bei der Bürgeranhörung geäußert wurden. Zu Wort gemeldet hatte sich auch nur ein unmittelbarer Anlieger, der eine Beeinträchtigung seines Wohnhauses befürchtet. In der Vorlage für die Sitzung entgegnete die Verwaltung, dass der Bebauungsplan schon immer eine Bebauung dieser Fläche vorsieht und dass der Anlieger das beim Erwerb seines Hauses hätte wissen können.

Deutlich mehr Raum nahm das zweite, ebenfalls nicht unumstrittene Vorhaben ein: Der Bürgermeister selbst schilderte den Ausschussmitgliedern den Verlauf eines Behördentermins bei der Bezirksregierung, bei dem es um das Nahversorgungszentrum auf dem alten Imra-Gelände in der Rahmede ging. Stark vertreten gewesen sei dort die Behörde, sie habe zunächst einmal Bedenken gegen das Vorhaben geäußert, weil unklar sei, welche Auswirkungen es auf den Einzelhandel in der Innenstadt habe.

Geendet hat das Gespräch deshalb mit einem Kompromiss: Ein innerstädtisches Einzelhandelsgutachten muss her. Es soll von der Stadt in Auftrag gegeben werden. Sie lege auch den Umfang der Untersuchungen fest, sagte Hollstein. Bezahlen soll die Expertise die Kräling-Gruppe, die Interesse an der Bebauung der Fläche hat. Sie habe aber keinerlei Einfluss auf die Inhalte, betonte die Verwaltung und teilte eher beiläufig mit, dass es für einen der auf dieser Fläche geplanten Läden bereits Interesse seitens einer Drogeriemarktkette gebe.

Hollstein äußerte in diesem Zusammenhang die Ansicht, dass Käuferströme sich deutlich verändert hätten. Für ihn sei es nicht ausgemacht, dass die Altenaer ihr Geld bevorzugt nach Lüdenscheid und Iserlohn trügen, sagte er. Vielmehr zögen die Volme-Galerie in Hagen und ähnliche, noch größere Einkaufszentren im Ruhrgebiet Kaufkraft aus Altena ab. Hierüber brauche man nähere Erkenntnisse, insofern könne es nur gut sein, wenn der innerstädtische Einzelhandel von Profis untersucht werde. Roland Balkenhol ergänze, dass die letzte Expertise zu diesem Thema „steinalt“ sei.

Im Anschluss an die Sitzung wurde die Baustelle des Burgaufzugs besichtigt, auf der im Moment rund um die Uhr gearbeitet wird.

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