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Baustellenchaos: SIHK fordert Infrastrukturbeauftragten

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Von: Markus Wilczek

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Auf den A45-Umleitungsstrecken im Lenne- und Hönnetal gibt es zahlreiche Baustellen.
Auf den A45-Umleitungsstrecken im Lenne- und Hönnetal gibt es zahlreiche Baustellen. © Cornelius Popovici

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) fordert eine verbesserte Koordination der vielen Baustellen auf den Umleitungsstrecken entlang der gesperrten A45.

„Wir brauchen einen lnfrastrukturbeauftragten für das märkische Südwestfalen“, sagt Christoph Brünger, Geschäftsbereichsleiter „Interessen bündeln“ der SIHK, mit Blick auf das Baustellenchaos rund um die marode Rahmedetalbrücke.

Verkehrsteilnehmer in der Region müssen aktuell mit massiven Einschränkungen rechnen: Derzeit ist unter anderem ein Teilabschnitt der B54 bei Schalksmühle gesperrt. Hier soll die Durchfahrtshöhe unter einer Eisenbahnbrücke vergrößert werden. Parallel dazu wurde auf der L561 zwischen Schalksmühle und Heedfeld eine einstreifige Verkehrsführung mit Ampelschaltung eingerichtet, die den Verkehrsfluss zusätzlich behindert. Voll gesperrt ist ebenfalls ein Teilstück der L528 zwischen Hagen-Selbecke und Breckerfeld. Auch auf der B236 im Lennetal zwischen Nachrodt-Wiblingwerde und Werdohl gibt es mehrere Baustellen.

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A45: Halbseitige Fahrbahnsperrungen geplant

Und zuletzt plant die Autobahn GmbH wegen notwendiger Brückenkontrollen an der A45 jeweils halbseitige Fahrbahnsperrungen zwischen den Anschlussstellen Hagen-Süd und Lüdenscheid- Nord an mehreren Wochenenden im Oktober und November.

„Durch die Summe dieser sicherlich sinnvollen Maßnahmen wird Lüdenscheid beinahe unerreichbar“, kritisiert Christoph Brünger die übermäßige Ansammlung von Baustellen in der Region. „Das Infrastruktur-Chaos ist perfekt, wenn jetzt noch das für die Sprengung der Rahmedetalbrücke notwendige Fallbett die Verbindung zwischen Altena und Lüdenscheid blockiert.“ Diese Ballung von Straßensperrungen verdeutliche die offensichtlich mangelnde Absprache zwischen den beteiligten Baulastträgern, der Autobahn GmbH, des Landesbetriebes Straßenbau NRW sowie der Kreise und Kommunen.

Forderung: Frühzeitige Kommunikation

„Wir brauchen dringend eine verbesserte Koordination aller Maßnahmen und eine frühzeitige Kommunikation über zu erwartende Störungen“, so Christoph Brünger weiter. Dass es bis jetzt immer noch keinen belastbaren Gesamtplan für den Wiederaufbau der Rahmedetalbrücke gebe, führe bei betroffenen Unternehmen zu einem wachsenden Vertrauensverlust in den Wirtschaftsstandort Südwestfalen, kritisiert die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer abschließend.

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