Feuerwehrfahrzeuge ausgelagert

Die Löschgruppe Mühlendorf ist vorübergehend zum Bauhof umgezogen. 

Altena – Die Firma Eksi braucht einen neuen Gasanschluss. Das wird in den kommenden Wochen in der Nette für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgen. Auch die Feuerwehr ist von der Baumaßnahme stark betroffen.

 Hintergrund ist, dass Industriebetriebe oft einen eigenen Anschluss an die Ferngasleitung haben und nicht über das Netz der Stadtwerke versorgt werden. Das ist auch bei Eksi der Fall, sie werden von Westnet beliefert. 

Zur Zeit liegen die Rohre, über die das Drahtwerk nahe des Kinos an die Ferngasleitung im Lennetal angeschlossen ist, in der Thomée- und Klusenstraße. Sie sind so alt, dass sie dringend erneuert werden müssen. Allerdings wird jetzt ein neuer Weg gewählt: Etwa 700 Meter lang wird die neue Leitung, sie führt vom Kino durch die Nette bis zum Markaner.

Vor einer Woche wurde mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. Dafür wurde eine etwa 400 Meter lange Ampelstrecke eingerichtet. Größtes Problem dabei: Innerhalb dieser Ampelstrecke liegt auch die Feuer- und Rettungswache. Natürlich seien Vorkehrungen getroffen worden, um den Einsatzkräften trotz der Baustelle ein schnelles Ausrücken zu ermöglichen, sagt Stefan Wille vom Ordnungsamt. Es gibt eine sogenannte „Feuerwehrschaltung“: Wenn die Einsatzkräfte zu einem Notfall ausrücken müssen, springen beide Ampeln auf Rot. Gegenüber der Wache zeigt eine weitere Lichtzeichenanlage den Fahrern an, dass sie freie Fahrt haben. 

 Es stehen auch nicht mehr alle Einsatzfahrzeuge an der Feuer- und Rettungswache. Ausrüstung und Fuhrpark der Löschgruppe Mühlendorf wurden für die Zeit der Baumaßnahme zum Bauhof in der Brachtenbeck verlagert. Hintergrund: Rote Ampeln gelten auch für freiwillige Feuerwehrleute auf dem Weg zum Einsatz. Es sei schon problematisch, wenn die Helfer vor jener Ampel warten müssten, die im Normalfall den Hauptamtlichen direkt an der Wache das Ausrücken ermöglicht. „Dass sie auf dem Weg zur Wache womöglich minutenlang vor der Baustellenampel stehen, geht gar nicht“, sagt Alexander Grass, Leiter der Feuerwehr. Deshalb wurden die Fahrzeuge verlegt. 

 Im Moment läuft der erste Bauabschnitt. Je weiter dieser in Richtung Lenne fortschreite, desto kürzer werde auch die Ampelstrecke, kündigt Wille an: „Je nach Baufortschritt rücken wir die obere Ampel nach.“ Noch problematischer droht allerdings der zweite Bauabschnitt zu werden, weil die Rohre dann auch im Engpass am Markaner verlegt werden müssen. „Dann kommen wir um eine Vollsperrung nicht herum“, sagt Wille. Er hofft, dass die Arbeiten in sieben Wochen abgeschlossen sind.

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