Baustart für den Lennepark: Das passiert rund um den Bahnhof

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Baubeginn für den Lennepark: Stadtplaner Roland Balkenhol (l.) sieht nach dem Rechten, während die ersten Arbeitsschritte getan werden. Das westliche Ende der Fußgängerbrücke ist rechts im Bild zu sehen.

Altena - Jetzt tut sich was in Sachen Lennepark: Auf der westlichen Lenneseite, etwas unterhalb von der unteren Lenneterrasse, sind die ersten Baumaschinen angerückt. Mit diesen Maßnahmen geht es los.

Die Landschaftsbaufirma Boymann aus Glandorf, gelegen nördlich von Warendorf, hat den Auftrag bekommen, die Fläche zwischen Bahngleisen und Lenne neu zu gestalten. 

Zunächst wird in dem Bereich gearbeitet, wo die Fußgängerbrücke von der Markanerseite aus ankommt. Dort wurden einige Bäume und Büsche entfernt, außerdem wird im Bereich der Rampe zur Brücke mit einem Bagger alter Schotter ausgekoffert, der einst unter einem längst verschwunden Rangiergleis lag. Entlang des Ufers wird ein neuer Weg entstehen, der als Teil des Lenne-Radwegs gut befahrbar sein soll.

Im südlichen Bereich, am Eingang zum Lennepark also, wird zwischen zwei Baumgruppen ein kleiner Platz mit Sitzgelegenheit geschaffen. Eine Begrünung des Bereichs steht ebenso auf dem Plan wie eine zusätzliche Bepflanzung mit Weiden. Am Weg hinauf zur Brücke, der den unteren Bereich des Parks mit dem oberen verbindet, wird sich später ein Geländer finden. Eine Mauer dort bekommt eine neue Abdeckung. Der Lennepark und die Fußgängerbrücke über die Lenne gehören zu den wichtigsten und größten Projekten, die die Stadt realisieren will.

Es geht um städtische Infrastruktur und Lebensqualität, aber auch um die Aufwertung der bisher unansehnlichen Fläche am Bahnhof. Es war ein langer Weg, bis die Bagger nun endlich anrückten: Erstmals wurden die Überlegungen für das Projekt im städtischen Entwicklungs- und Handlungskonzept bereits 2007 festgelegt. 13 Jahre sind seitdem vergangen.

Erstes großes sichtbares Zeichen der Pläne war die Fußgängerbrücke in Höhe des Markaners, bei deren Bau es viele Pannen gab – und die noch immer nicht fertiggestellt ist. Ziel ist ein attraktiv gestaltetes Gelände mit viel Grün, Bäumen, Hecken, Rasenstufen, Holzdecks und Bänken, möglicherweise Sport- und Spielflächen sowie ein Fitness-Parcours. Wichtig ist auch ein Park-and-Ride-Parkplatz am nördlichen Ende und Fahrradstellplätze unter einem begrünten Dach.

Der Radweg „Lenneroute“ soll ebenfalls durch den Park führen. Konkrete Pläne gibt es bislang nur für den Bereich von der Mündung der Fußgängerbrücke bis zur Fritz-Berg-Brücke. Das ist der Bauabschnitt 1. Ein Teil der Maßnahmen wird über das Förderprogramm „Stadtumbau West“ bezuschusst, einen anderen Teil finanziert der Zweckverband Westfalen-Lippe mit.

Auch über das Programm Regionale fließen Gelder. Für den zweiten, nördlichen Bauabschnitt in Richtung Schrottplatz gibt es noch keine konkreten Planungen. „Da ist das Architektenbüro jetzt dran“, berichtet Stadtplaner Roland Balkenhol. Der Bauabschnitt 2 beginnt unter der Fritz-Berg-Brücke und geht in Richtung Bahnhof. Dazu gehört auch der Park-and-Ride-Parkplatz.

Es geht um Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro, sagt der Stadtplaner, wobei rund 300 000 Euro in den ersten Abschnitt fließen. Für diesen ist eine Bauzeit von etwa drei Monaten vorgesehen, also etwa bis Oktober. Viele Altenaer fragen sich, ob bis dahin dann auch die Fußgängerbrücke fertiggestellt sein wird. Roland Balkenhol zeigt sich sehr vorsichtig: „Ich erwarte das eigentlich schon, aber es werden noch Wetten angenommen...“

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