Baumfällarbeiten

Die B236 wird für drei Wochen voll gesperrt

Im Moment ruht die Arbeit auf der Baustelle an der Werdohler Straße. Weiter geht es erst, wenn 250 Bäume gefällt sind. Dazu muss die Bundesstraße mehrere Wochen lang gesperrt werden. Foto: Bender

Altena - Hiobsbotschaft von Straßen NRW: Die B 236 muss im Bereich Winkelsen für drei Wochen voll gesperrt werden – voraussichtlich schon ab kommenden Montag.

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Es seien im Steilhang oberhalb der Straße noch mehr Bäume noch kränker als erwartet – auf diesen Nenner lässt sich der Inhalt einer Pressemitteilung bringen, die Straßen NRW am Montag verschickte. Es sei ein Pilzbefall festgestellt worden, einige Bäume seien beim Fällen unkontrolliert umgefallen. Ein Problem sei auch die Bergung der rund 250 Stämme, die nach neuesten Erkenntnissen entfernt werden müssen. Dazu soll jetzt ein Kran eingesetzt werden.

Die Vollsperrung gilt rund um die Uhr und auch am Wochenende. Auch Fußgänger dürfen den gesperrten Bereich nicht betreten. Für besondere Probleme wird die Maßnahme am Winkelsen sorgen. Grund: Die Baustelle wird „wandern“. Zuerst sind Finanzamt, Ausbildungsgesellschaft und die Firma Saleen nur über Altena zu erreichen. Dann wird die Sperrung in Richtung Steinerne Brücke verlegt und die Zufahrt ist nur aus Richtung Werdohl möglich.

Große Probleme für die Feuerwehr

Vor einem großen Problem steht auch die Feuerwehr: Sie muss mit erheblichen Verzögerungen rechnen, wenn sie zu Einsätzen jenseits des Winkelsen gerufen wird. Die Einsatzfahrzeuge würden dann notgedrungen durchs Buchholz fahren, sagte Udo Winter gestern. Das sei aber vor allem in den Abend- und Nachtstunden wegen parkender Anlieger problematisch. Deswegen werde bei Einsätzen in diesem Bereich in den nächsten Wochen automatisch auch die Werdohler Feuerwehr beziehungsweise der dortige Rettungsdienst alarmiert.

Erheblicher Mehraufwand für die Firmen

Erheblichen logistischen Mehraufwand bringt die Vollsperrung für die zwischen Altena und Werdohl angesiedelten Firmen mit sich. So werden die Lkw, die zum Kraftwerk Elverlingsen fahren, über Lüdenscheid umgeleitet. Die vielen Altenaer, die dort arbeiten, werden ebenso wie viele andere Pendler einen deutlich längeren Arbeitsweg haben.

Für den TT-Markt sei die Vollsperrung „eine Katastrophe“, sagte gestern Thomas Sedlatschek. 60 bis 70 Prozent der Kunden kämen aus Altena und anderen, lenneabwärts gelegenen Städten. Dementsprechend hohe Umsatzeinbußen erwarte er. Hinzu kämen logistische Probleme bei der Auslieferung bestellter Ware: Es koste viel Zeit und Geld, wenn jede Lieferung nach Altena über Werdohl und Lüdenscheid erfolgen müsse. Sedlatschek forderte deshalb, für die Dauer der Bauarbeiten die Anliegerstraßen im Bereich Buchholz für den Pkw-Verkehr freizugeben, was Klaus-Peter Trappe vom Ordnungsamt aber eher skeptisch sieht: Die engen Straßen in diesem Bereich seien dafür nicht geeignet, sagte er und befürchtet trotzdem, dass viele Ortskundige diesen Schleichweg nutzen werden. „Wir hatten da noch bei jeder Vollsperrung der B 236 Probleme“, erinnert er sich. Deswegen werde die Polizei auf diesen Bereich ein besonderes Augenmerk haben, kündigte Andreas Schober, der Leiter der Polizeiwache, an. Der Schleichweg könnte also teuer werden.

„Ohne jede Vorwarnung“ habe ihn die Meldung von der bevorstehenden Sperrung am Freitag ereilt, berichtete Trappe. Er will jetzt gegenüber Straßen NRW die damit zusammen hängenden Probleme verdeutlichen und darauf drängen, dass die für drei Wochen angesetzte Vollsperrung verkürzt wird.

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