Bauhof testet LED-Licht in der Brachtenbeck

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Teststrecke: In der Brachtenbeck wurden LED-Straßenlampen verschiedener Hersteller installiert. ▪

ALTENA ▪ Rund eine Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen Altenas Straßenlaternen Jahr für Jahr – kein Wunder, dass der Bauhof nach Einsparpotenzialen sucht. An der Lenneuferpromenade wurden deshalb bereits LED-Laternen installiert. Der Örtlichkeit entsprechend handelt es sich um besonders edle und damit teure Modelle.

Jetzt will man in der Brachtenbeck wissen, ob auch „LED einfach“ seinen Zweck erfüllt. Dazu wurde ein Praxisversuch gestartet, und zwar direkt vor der eigenen Haustür. Zwischen der Hagener Straße und dem Bauhof-Betriebsgelände wurden einige der normalen Straßenlampen durch solche mit LED-Leuchtmitteln ausgetauscht. Installiert wurden Modelle verschiedener Hersteller – man wolle ausprobieren, wie es um Lichtstärke und Lichtkegel bestellt sei, erklärte Bauhof-Chef Volker Richter auf Anfrage.

Wenn der Test zufrieden stellend verläuft heißt das noch lange nicht, dass von eben auf jetzt alle Straßenlampen ausgetauscht werden – „das wäre zu teuer“, erklärt Richter. Eine normale Straßenlaterne kostet – den Mast nicht mitgerechnet – um die 300 Euro, LED-Technik ist gut doppelt so teuer. Da dauert es auch bei einer Stromersparnis von bis zu 70 Prozent eine Weile, bis sich die Investition amortisiert hat.

In Altena gibt es 5500 (!) Straßenlaternen. Damit verfügt rein statistisch jeder Haushalt über eine eigene Straßenlaterne. Bundesweit werden für die Straßenbeleuchtung nach Angaben von RWE vier Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht. Um sie zu erzeugen, werden zwei Anlagen der Größenordnung des Kraftwerks Elverlingsen gebraucht. ▪ ben.-

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