Besenrein bis in die Ecken

Neuzugänge am Bauhof: Links der kleine Kärcher MC 130, seit Januar unterwegs, und rechts das Modell Citycat. Andreas Wurm, Knut Niggemeier, Kämmerer Stefan Kemper und Volker Richter nehmen die Fahrzeuge in Augenschein. - Fotos: Keim

Altena - Eigentlich kommt der „große Bruder“ immer zuerst. Diese biologische Gesetzmäßigkeit hat man beim Bauhof außer Kraft gesetzt. Zum Kärcher MC 130 als Reinigungsgerät für Wege, die Fußgängerzone und die Lennepromenade, hat sich jetzt die „Stadtkatze“ gesellt.

Auf den Namen Citycat 5006 hört eine neue Kehrmaschine für die Straßenreinigung, die sich hinter ihrem größeren Vorgänger „Cityfant“ keineswegs verstecken muss. Der wird nun nach 14 Jahren aufs Altenteil geschickt und macht in der Garage des Bauhofs Platz für seinen multitasking-fähigen Nachfolger. Anders als der Cityfant kann Citycat nämlich zum Beispiel auch im Winterdienst eingesetzt werden.

Dem Fahrer stehen für die Reinigung des Untergrundes drei Besen bzw. Bürsten zur Verfügung. Der Clou: Einer ist dank eines Schwenkarmes beweglich und kann sich daher eines Gehwegs annehmen oder der Entwässerungsrinnen entlang der Fahrbahn. In einem gewissen Winkel sind die Teller zudem verstellbar. „Man kommt“, fasst es Bauhofleiter Volker Richter zusammen, „mit dem neuen Gerät einfach besser in die Ecken.“ Und das kann man wörtlich nehmen: Dank der viel kompakteren Maße ist das neue Fahrzeug deutlich besser für enge Straßen und geringe Kurvenradien geeignet als der Vorgänger. Eine Vierrad-Lenkung, die allerdings nur im Arbeitsgang aktiv ist, tut ein Übriges, um eine hohe Manövrierbarkeit zu gewährleisten. Im Arbeitsgang ist die Kehrmaschine mit gemächlichen 10 Stundenkilometern unterwegs. Dafür, dass der Fahrer dabei alles im Blick hat, sorgen neben einer großflächigen Verglasung auch Kameras, die die Fahrzeugrückseite und die Besen überwachen.

Gesteuert wird die Reinigungsmaschine im Übrigen – für viele Fahrer sicher ungewohnt - vom rechten Sitz aus. Der fünf Kubikmeter große Kehrgutbehälter ist ausreichend, um fast einen ganzen Tag unterwegs zu sein, bevor er geleert werden muss. Dank der sogenannten Hochkippung kann der Unrat vom Fahrzeug direkt in einen Container gegeben werden. Rund 10 000 Kilometer absolviert die Maschine im Jahr; die Anschaffungskosten liegen bei 200 000 Euro.

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