Baugesellschaft hat viel Potenzial

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Joachim Effertz (rechts) tritt die Nachfolge von Baugesellschafts-Vorstand Rolf Beitz an.

ALTENA - Der Neue ist mittendrin – und das sogar privat: Joachim Effertz, der neue Vorstand der Baugesellschaft, ist in eine Wohnung am Knerling gezogen. Um die Wohnungssuche in Altena kümmert sich sozusagen inkognito seine Ehefrau, anschließend gab‘s gute Noten für das Unternehmen: „Die Betreuung der Neukunden klappt gut“, urteilt Effertz im Rückblick.

Seit Anfang Oktober arbeitet sich der 46-Jährige ein. Zuletzt war er Prokurist bei der Wohnungsgesellschaft in Halle/Saale, nach Beitz‘ Ausscheiden im Dezember übernimmt er erstmals die Gesamtverantwortung für ein Wohnungsbauunternehmen. Tradition sei das, was ihm in Altena besonders auffalle, sagt er – und das gelte natürlich auch für die Baugesellschaft. Sie ist das älteste Wohnungsbauunternehmen in ganz NRW und eines der ganz großen. 2300 Wohnungen gehören zum Bestand, 2050 davon in Altena.

Die lernt Effertz gerade kennen – er besucht die Stadtteile, redet mit den Mitarbeitern, besucht Mieter. Die Zeit drängt: Mitte Dezember wird der Aufsichtsrat den Investitionsplan für 2012 verabschieden, er soll bereits Effertz‘ Handschrift tragen. Anschließend werde er eine mittelfristige Strategie für das Unternehmen entwickeln, kündigte er an. Eins steht für ihn nämlich jetzt schon fest: „Das Unternehmen hat Potenzial“. Weil es zudem auch wirtschaftlich gut dastehe, seien durchaus Entwicklungschancen da.

Die Grundlage dafür wurde bereits in den vergangenen Monaten geschaffen: Beitz erinnerte gestern daran, dass das Unternehmen ein umfangreiches Gutachten in Auftrag gegeben habe und damit nun eine umfassende Bewertung des Wohnungsbestandes ebenso vorliege wie Handlungsempfehlungen.

Konzentration auf Breitenhagen, Pragpaul, Knerling und gute Lagen im Mühlendorf – in diese Richtung müsse de Reise gehen, glaubt Effertz. Ihm liegt daran, dass die Baugesellschaft für jeden, der in Altena eine Wohnung sucht, erster Ansprechpartner wird – auch für diejenigen, die bisher vom „sozialer Wohnungsbau“-Image abgeschreckt wurde. „Wie haben für jeden die richtige Wohnung“ betont Beitz und erinnert daran, dass das Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder Wohnungen modernisierte und zusammenlegte, um auch gehobeneren Ansprüchen zu genügen. Auch barrierefreien und damit alten- und behindertengerechten Wohnraum könne die Baugesellschaft anbieten.

Den Kundenstamm pflegen, das Marketing vorantreiben – das hat Effertz sich vorgenommen. Ein weiteres, wesentliches Ziel ist für ihn die Aufwertung der Quartiere, also der zusammenhängenden Baugesellschafts-Siedlungen. Dabei gehe es nicht nur um bauliche Maßnahmen, erklärte er gestern. Vor allem will er eine starke Identifikation der Mieter sowohl mit dem Umfeld als auch mit dem Vermieter stiften. Deshalb griff er gleich einen Vorschlag von Mietern am Pragpaul auf: Gemeinsam mit ihnen will die Baugesellschaft dort im kommenden Jahr ein kleines Stadtteilfest auf die Beine stellen.

von Thomas Bender

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