Häuser müssen weichen

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Drei Tage pro Haus plant die Abbruchfirma für den Abriss ein. Dann muss noch der Schutt weg. ▪

ALTENA ▪ In den großen Ballungsgebieten der Bundesrepublik wird der Ruf nach mehr sozialem Wohnungsbau immer lauter. In Altena ist die Entwicklung eher umgekehrt. „Statistisch haben wir immer noch einen deutlichen Wohnungsüberhang“, sagte Joachim Effertz von der Altenaer Baugesellschaft (ABG) beim Ortstermin am Hegenscheider Weg. Dort begann gestern der Abriss einiger ABG-Mehrfamilienhäuser.

Mit dem Wohnungsüberhang bleibe gegenüber dem Abriss keine Alternative, sagte auch Jörg Hammerschmidt von der Baugesellschaft, als am Hegenscheider Weg der Bagger begann die Fassade einzureißen.

Sind die Häuser an der Feldstraße (59 und 66) sowie am Hegenscheider Weg (58, 60 und 64) dem Erdboden gleich gemacht, sollen die freiwerdenden Grundstücke zum Verkauf angeboten werden. Die Gewinne daraus sollen nach Angaben von Effertz und Hammerschmidt dem Bestand zu Gute kommen – also für notwendige Sanierungsarbeiten verwendet werden.

„Das hat am Breitenhagen an der Memeler Straße schon ganz gut funktioniert“, sagte Joachim Effertz. Dort hatte die Baugesellschaft ebenfalls ein Haus abgerissen. Dabei entstanden zwei Baugrundstücke – auf einem entsteht gerade ein neues Einfamilienhaus.

Am Hegenscheider Weg begann gestern allerdings erst der Abriss der fünf Häuser. Mit roher Gewalt begann der Bagger das Dachgeschoss eines Hauses einzureißen.

Insgesamt noch 13 verbliebene Mieter wurden von der Baugesellschaft im Vorfeld umquartiert. „Viele sind zum Pragpaul umgezogen“, erklärte Joachim Effertz. Nur einer habe sich vehement gegen den Abriss der Häuser gesträubt. Effertz zeigte dafür Verständnis: „Viele Mieter haben hier schließlich mehr als 30 Jahre lang gewohnt.“

Die Firma Hendler aus Plettenberg hat pro Haus etwa drei Tage für den Abbruch einkalkuliert. Etwas länger dauert dann die Sortierung und der Abtransport des Bauschutts. ▪ David Schröder

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