Baubetriebshof wartet weiter vergeblich auf Salz

Der Bauhof der Stadt Altena wartet weiter auf eine neue und bereits fest zugesagte Streusalz-Lieferung.

ALTENA - Auch gestern hat der Baubetriebshof kein Streusalz bekommen – und das trotz einer klaren Zusage des Lieferanten. Kein Wunder, dass Volker Richter sich ärgert: „Ich bin fest davon ausgegangen, dass solche Probleme wie im letzten Winter der Vergangenheit angehören“, sagte er gestern

. Die Salzlieferanten hätten damals hoch und heilig versichert, dass es zukünftig nicht mehr zu Lieferengpässen kommen werde. Dazu seien unter anderem die Lagerkapazitäten bei den Herstellern vergrößert worden.

Bei Anruf Salz?

Bei Anruf Salz – das funktioniert also auch diesmal nicht. Die Hauptgrund dürfte wohl im immensen Verbrauch der vergangenen Wochen zu suchen sein. 250 Tonnen hat der Baubetriebshof seit Ende November auf die Straßen gebracht – eine Menge, die in anderen Jahren für den gesamten Winter gereicht hat.

Richter erinnerte daran, dass die Schneefälle fast flächendeckend gewesen seien: „Es hat ja überall geschneit, in ganz Deutschland“, sagte er. Dementsprechend groß werde die Nachfrage in ganz Deutschland sein. Hinzu kommt seiner Ansicht nach, dass es wegen der schwierigen Straßenverhältnisse gar nicht so einfach ist, das Salz zu den Kunden zu bringen.

„Die Fahrer sind jetzt sehr zurückhaltend mit dem Salzeinsatz“, weiß Richter – auf fast jedem Streufahrzeug sei noch eine Art „eiserne Reserve“ vorhanden, um in ganz extremen Fällen wie zum Beispiel Blitzeis noch handlungsfähig zu sein. Reiche das nicht, dann werde versucht, sich anderswo Salz auszuleihen – zum Beispiel bei Straßen NRW, dessen Straßenmeistereien für überörtliche Straßen zuständig sind und deshalb bevorzugt beliefert werden.

Nicht wirklich anfreunden kann sich Richter mit der Idee, nur noch Steigungsstrecken zu räumen und auf ebeneren Streckenabschnitten nur zu schieben: „Das gibt nur Probleme“, befürchtet er und weist darauf hin, dass es in Altena kaum Straßen ohne Steigungen gibt. Vor allem Lastwagen hätten schon bei geringen Anstiegen Probleme, sagt er.

Schneeberge

Wegen der hohen Schneeberge wird es inzwischen auf vielen Anliegerstraßen recht eng – noch schreckt Richter davor zurück. den Schnee abtransportieren zu lassen: „Mit unseren eigenen Fahrzeugen geht das nicht, auf denen sind ja die Streuer“, sagte er. Fremdfirmen wolle er damit wegen der Kosten möglichst nicht beauftragen.

von Thomas Bender

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