Zwischen Altena und Werdohl

Weil Gefahr drohte: Gasleitung an B 236 wird umgelegt

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Am Stortel beginnen in diesen Tagen die umfangreichen Bauarbeiten für die Umlegung der sogenannten Südwestfalen-Leitung des Netzbetreibers Open Grid.

Altena/Werdohl - Ganz am Ende der Stadt ist in diesen Tagen eine große Baustelle eingerichtet worden. Hunderte von gelben Rohren zeigen: Dort wird eine neue Gasleitung verlegt. Dies ist nötig, weil die Leitung in Gefahr war.

Zuständig dafür ist der in Essen ansässige Netzbetreiber Open Grid. 

Open Grid hieß einst Ruhrgas, 2003 wurde das Unternehmen vom Energiekonzern Eon übernommen. Seit 2010 ist Open Grid ein eigenständiger Konzern. Geblieben sind über all die Jahre die Gasleitungen: Open Grid Europe betreibt in Deutschland das größte Fernleitungsnetz mit einer Länge von rund 12 000 Kilometern. Dazu gehört auch die durch Altena verlaufende Südwestfalenleitung, die in der Trasse der B 236 verlegt ist – und das sorgt zwischen Altena und Werdohl für Probleme. 

OpenGrid-Pressesprecher Helmut Roloff: „Im Rahmen einer geotechnischen Untersuchung wurde festgestellt, dass der entlang der Bundesstraße gelegene Hang nordwestlich des Gewässers Lenne und des Kraftwerksgeländes der Mark E aufgrund verschiedener Faktoren in einer minimalen Kriechbewegung in Richtung der Straße und somit der darin geführten Leitung rutscht.“ 

Leitung muss umgelegt werden, um Gefährdung auszuschließen

Um dauerhaft eine Gefährdung der Leitung auszuschließen, müsse sie umgelegt werden. Das lässt sich das in Essen ansässige Unternehmen in den kommenden Monaten einen mittleren einstelligen Millionenbetrag kosten – immerhin ist die Umleitung etwa 2,2 Kilometer lang, sie kreuzt zweimal die Lenne. 

Los geht’s auf den zum Stortelhof gehörenden Weiden, auf denen die Baustelle in diesen Tagen eingerichtet wurde. Dort wird am Lenneufer bereits ein Kopfloch gegraben. Dann kommen die Tunnelbauer: An dieser Stelle soll die Leitung in einem so genannten „Mikrotunnel“ die Lenne queren. 

Anschließend geht es durch Elverlingsen und hinter dem Kraftwerk weiter in Richtung Dresel, wo die neue Leitung erneut die Lenne queren wird, damit sie an die vorhandenen Rohre angeschlossen werden kann. Open Grid ist nicht der einzige Netzbetreiber, der Gas durch Altena befördert. 

Auch die zur Innogy-Gruppe gehörende Firma Westnetz ist in der Burgstadt unterwegs, hat aber keine Probleme mit dem Berg am Kraftwerk – ihre Leitungen nehmen einen anderen Weg.

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