Behinderte und Senioren im Fokus

Barrierefreiheit ist in Altena längst Alltag

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Karsten Kuntze, stellvertretender Filialleiter der Deutschen Bank: „Wir verfügen über einen behindertengerechten Aufzug für Rollstühle.“

Altena - Was an anderen Stellen der Republik noch diskutiert wird, ist in Altena längst Realität. Stichwort: Barrierefreiheit beim Besuch von Sparkassen und Banken und damit erhebliche Erleichterungen für Behinderte oder Senioren in der Abwicklung ihrer Bankgeschäfte.

„Unser Neubau hier am Markaner ist ein gutes Beispiel“, sagt Holger Wolf. Der Marktleiter der Vereinigten Sparkasse Märkischer Kreis kann nicht nur auf eine Rampe, die von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann, sondern auch Zusatztechnik bei den Geldautomaten beziehungsweise einen Aufzug und ein Behinderten-WC verweisen.

Insbesondere der Service für Blinde und Sehbehinderte, den die Sparkasse seit Jahren anböte, habe sich bewährt, sagt Wolf. Gemeint ist dabei der blindengerechte Geldausgabe-Automat. Das Gerät ist mit einer Kopfhörer-Buchse ausgestattet und eine Computerstimme beschreibt dem Kunden alle nötigen Schritte, um an Bargeld zu kommen. Dabei kann der Kunde seinen Hauskopfhörer mitbringen und nutzen oder sich vor Ort einen Kopfhörer ausleihen.

Sparkassen-Marktleiter Holger Wolf vor dem blindengerechten Geldautomaten am Markaner.

Ein Service, den auch die Volksbank an der Lennestraße anbietet. Zwar führen Treppen ins Geschäftslokal, doch per Klingel können Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer sich bemerkbar machen und werden dann über einen separaten Eingang ohne Treppen in die Räume geleitet, so Geschäftsstellenleiterin Monika Gansohr.

Die Deutsche Bank verfügt über einen großen Außenlift für Rollstühle und im Innern der Geschäftsstelle sowohl über abgesenkte Schreibtische und der Höhe nach angepasste Automaten. Auch hier können natürlich Kopfhörer für die Bankgeschäfte genutzt werden, wie der stellvertretende Filialleiter Karsten Kuntze erläutert.

„Bitte klingeln!“ heißt es bei der Volksbank, so Ralf Kohlman und Monika Gansohr. „Dann helfen wir per separatem Eingang.“

Die Commerzbank in Höhe der Mittleren Brücke verfügt über ein ebenerdiges Geschäftslokal. Auch dort heißt es, Barrierefreiheit sei längst Alltag – wie bei den Kollegen-Banken und Sparkassen am Ort auch.

Behindertenverbände hatten erst gestern in unserer Zeitung bemängelt, dass noch viele Sparkasse und Banken beim Thema Barrierefreiheit Nachholbedarf hätten. Der Praxistest zeigte: Auch auf diesem Gebiet ist Altena (wieder einmal) Vorreiter. Meinung aller Bankmitarbeiter: „Die Kunden nutzen den Service sehr gern.“

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