Bahnhofsumbau verzögert sich

ALTENA ▪ Der Stadtumbau gerät ins Stocken. Jetzt musste die Stadt auch noch zur Kenntnis nehmen, dass es in diesem Jahr mit dem Bahnhofsumbau nichts wird.

Moritz Huckebrink, Pressesprecher im Eisenbahnbundesamt, bestätigte gestern, dass dort bis heute kein Bauantrag für die neue Unterführung und die am Bahnsteig geplanten Veränderungen vorliegt. Dass es zu Verzögerungen kommt, hatte der Bürgermeister am Dienstagabend erstmal halb-öffentlich und eher beiläufig preisgegeben: Im Informationszentrum erklärte er einer Besuchergruppe, dass „im nächsten Jahr“ mit dem Bahnhofsumbau begonnen werde. Bisher war von einem Baubeginn im Jahr 2011 die Rede.

Das  in Bonn ansässige Eisenbahnbundesamt ist Genehmigungsbehörde für solche Maßnahmen. Erst nach Eingang der Unterlagen könne entschieden werden, welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung zugrunde gelegt werden müssten, sagte Huckebrink zum Ablauf des Verfahrens. Es gebe durchaus auch Maßnahmen, für die ein Zeit raubendes Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden müsse. Wegen der neuen Unterführung gehört die geplante Maßnahme wahrscheinlich eher nicht zu denen, die unkompliziert sind und schnell entschieden werden können.

Hinzu kommt: Das Verfahren beim Eisenbahnbundesamt ist nur eine von mehreren Stationen, die vor Baubeginn durchlaufen werden müssen. Es folgt dann die Festlegung so genannter Sperrpausen. Das sind die zugfreien Zeiten, in denen ungehindert gearbeitet werden kann. Bis zu 36 Wochen dauere es, bis die ermittelt seien, weiß Roland Balkenhol vom Bauamt. Die Stadt sitzt beim Verfahren mit im Boot, weil sie sich an den Antrag der Bahn anhängt und in diesem Zuge den Rückbau der Oberleitungen am ehemaligen Güterbahnhofs beantragt. Diese Fläche wird zum Freizeitgelände umgebaut. ▪ ben.-

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