Bahnhofsumbau nun erst 2014

Theo Klein weist mit der Hand auf den Zustand des desolaten Bahnsteig-Daches hin.

ALTENA ▪ Das ist ein Rückschlag für die Entwicklung der Burgstadt. Wie ein Bahnsprecher auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, soll mit dem Umbau und der Sanierung des Bahnhofs Altena jetzt erst im Jahr 2014 begonnen werden.

Bisher – unsere Leser erinnern sich – war noch von diesem Jahr die Rede. Dirk Pohlmann holt jetzt aber die Burgstädter buchstäblich auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Bahnhof sei einer von 108 Anlagen, die Bund, Land und Deutsche Bahn im Rahmen der Modernisierungsoffensive II bis 2017 fertig stellen wollen. Dafür verbauen die Partner insgesamt 408 Millionen – landesweit. Allein auf Altena entfallen 6,4 Millionen Euro. Mittel, die aber sicher seien, wie der Bahnsprecher sagte.

Noch einmal zur Erinnerung: Das marode Dach am Bahnsteig wird ersetzt, die Außen- und Innenbeleuchtung in großem Stil erneuert, der Bahnsteig durchgehend auf die bequeme Reiseeinstiegshöhe von 76 Zentimeter gebracht und zwei Aufzugsanlagen eingebaut. Einher geht damit auch eine Erneuerung der Personenunterführung und eine Verkürzung des Bahnsteiges um etwa die Hälfe gegenüber heute. Er soll dann von zur Zeit 300 auf etwa 150 Meter schrumpfen.

Über das Warum der erneuten Verschiebung des Baubeginns wollte der Bahnsprecher nichts Konkretes sagen. Es seien landesweit halt die Prioritäten neu verhandelt worden. Zwar war Pohlmann wohl bekannt, was für Altena in Sachen Stadtentwicklung an dieser Stelle mit der Neugestaltung des Bahnhof-Umfeldes dran hängt, allein sei die Deutsche Bahn auch nur einer von drei Partnern, versuchte er zu erklären.

Unsere Zeitung hatten noch einmal die Kreistagspolitiker Manfred Kunkel und Theo Klein von den Linken auf die Mängel am Bahnhof hingewiesen. Sie monierten, dass dieser Zustand nun keine Visistenkarte einer Stadt sei. ▪ Von Johannes Bonnekoh

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