Provinzial: Umzug in Bahnhof erst 2014

Vom Bahnsteig aus ist schon zu erkennen, dass sich im kommenden Jahr wieder mehr Leben im Bahnhof abspielen wird. Müllers Bahnhofsladen ist leider schon wieder geschlossen. Fotos: Hornemann/Montage: Grafe

ALTENA -  Die Provinzial will rein, der Bahnhofsladen ist schon wieder raus: Mit großer Vorfreude und großem Bedauern blickt Friedrich-Wilhelm Kraus in diesen Tagen auf das alte Bahnhofsgebäude: Während die Handwerker aktuell alles für den Einzug der Versicherungsagentur vorbereiten, musste Heike Müller aus gesundheitlichen Gründen den Bahnhofsladen schon wieder aufgeben.

Diese Entwicklung war nicht zu erwarten und Friedrich-Wilhelm Kraus ist nicht glücklich darüber: „Das war ein toller Laden und wir haben eine gute Zusammenarbeit gepflegt. Wir suchen jetzt nach einem Nachmieter für das Ladenlokal.“

Aktuell konzentrieren sich die Besitzer des Bahnhofsgebäudes auch darauf, selbst einziehen zu können. Vor dem zweiten Quartal 2014 wird das aber wohl nicht klappen. „So ein Gebäude birgt immer Überraschungen, mit denen vorher niemand gerechnet hat. Aber es ist auch sehr spannend, dieses Projekt zu verwirklichen“, schildert Kraus.

Jüngste abgeschlossene Projekte sind die Sanierung des Schieferturms auf dem Bahnhofsgebäude und die Installation der Provinzial-Leuchtreklame an der Gleisseite. Ein winziges Zeitfenster konnten die Auftraggeber in der Nacht von Sonntag auf Montag nutzen, um die grünen Buchstaben installieren zu lassen. Für diese Montage musste der Strom am Bahnhof komplett abgeschaltet werden. Dafür kamen nicht nur Elektriker, sondern auch ein Bahnmitarbeiter angereist, der die Aktion überwachte. „Wir mussten einen Zeitpunkt nehmen, an dem keine Züge durch den Bahnhof fuhren“, erläutert Kraus.

All die Mühen seien es jedoch wert: Von allen Filialen der Provinzial im südwestfälischen Raum besteche diese Filiale durch ihre einzigartige Architektur: „In einem alten Bahnhofsgebäude hat sich noch kein Kollege angesiedelt.“

Innen wird in Absprache mit der Denkmalbehörde so umgebaut, dass die Büros von Versicherungsagentur und Immobilienfirma ansprechend unterkommen können. Der Personaleingang wird sich links neben dem Zugang zur physiotherapeutische Praxis Hoffmann befinden. Die Höhe der riesigen Bahnhofsvorhalle gestattet den neuen Nutzern des Gebäudes das Setzen ganz besonderer architektonischer Akzente. Viel verrät der Besitzer der Immobilie noch nicht. „Nur, dass es ein Hingucker wird!“

Für die bislang genutzten Büroräume der Provinzial in der Lüdenscheider Straße gibt es zum Teil schon Pläne: Im Erdgeschossbüro bietet sich die Möglichkeit, aus den Geschäftsräumen eine Wohnung mit Garten zu schaffen. „Innenstadtnahes Wohnen mit Parkplätzen am Haus und Gartennutzung ist schließlich eine Rarität in Altena“, so Kraus. Für die Büros im Obergeschoss gibt es noch keine Pläne. Sicher ist nur, dass die Anwaltskanzlei vor Ort bleiben möchte.

 von Ina Hornemann

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