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Aufzüge kaputt: Viele Reisende kommen nicht zum Zug

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Von: Maximilian Birke

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Ein Hingucker im negativen Sinne sind die Spanholzplatten, mit denen der Aufzugschacht am Bahnhof in Altena abgesichert ist.
Ein Hingucker im negativen Sinne sind die Spanholzplatten, mit denen der Aufzugschacht am Bahnhof in Altena abgesichert ist. © Thomas Bender

Die Aufzüge am Bahnhof in Altena sind seit der Flut völlig zerstört. Gehbehinderte Menschen kommen nicht zum Zug. Nun lässt die Bahn die Aufzüge reparieren, doch das dauert.

Altena – Mit großen Spanplatten ist der Aufzugschacht am Bahnhof in Altena verbarrikadiert. Es ist kein schöner Anblick: Das Holz modert vor sich hin und ist auch bereits besprüht worden. „Zutritt für Unbefugte verboten, Warnung vor Absturzgefahr“, steht an der provisorischen Tür. Was ist mit den Aufzügen passiert?

Wie die Pressestelle der Deutschen Bahn mitteilt, werden an beiden Aufzügen aufwendige Arbeiten durchgeführt. Beide funktionieren schon seit Juli 2021, also seit mehr als einem halben Jahr, nicht mehr. Der Jahrhundertregen hatte die Technik massiv beschädigt. „Die Aufzüge im Bahnhof Altena sind durch das Hochwasser irreparabel zerstört worden“, teilt die DB mit. Sie bereitet nun den Austausch beider Aufzüge vor.

Zug: Rollstuhlfahrer können nicht ein- und aussteigen

„Aktuell geht die Deutsche Bahn davon aus, dass die neuen Aufzüge im Sommer 2022 in Betrieb gehen können“, so ein Sprecher des Unternehmens. Bis der Austausch vollzogen ist, ist der Haltepunkt in Altena, der gerade für viel Geld und mit großem Aufwand wieder zum vollwertigen Bahnhof umgebaut wird, nicht barrierefrei.

Reisende, die auf Hilfsmittel wie einen Rollstuhl angewiesen sind, können in der Burgstadt weder ein- noch aussteigen. Denn um auf den Bahnsteig zu gelangen, müssen zwei Treppen überwunden werden. Immerhin weist die Bahn auf ihrer Internetseite darauf hin, dass es keinen funktionsfähigen Aufzug am Haltepunkt in Altena gibt. Allerdings muss man danach konkret suchen. Bei der Ticketbuchung wird die Information nicht angezeigt.

Der Wasserschaden kommt die Bahn auch finanziell teuer zu stehen. Weil nur der komplette Austausch infrage kommt und die Technik nicht einfach repariert werden kann, muss die Bahn rund eine halbe Million Euro investieren, um die Barrierefreiheit wieder herzustellen.

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