Bahnfahrer benötigen in den Ferien starke Nerven

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Die Stadt nutzt die Sanierung der Ruhr-Sieg-Strecke. In Altena werden überflüssige Schienen abgebaut.

ALTENA - Die kompletten Sommerferien nutzt die Deutsche Bahn AG, umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten an der Schieneninfrasturktur im Ruhr-Sieg-Netz durchzuführen. Folge: Heimische Bahnfahrer müssen in den nächsten Wochen mit erheblichen Einschränkungen rechnen, wenn sie ab Bahnhof Altena in Richtung Siegen unterwegs sind.

Zwar hat die Deutsche Bahn Netz AG die Arbeiten an den Gleisen in drei Baustellenphasen eingeteilt, doch die Sperrungen ziehen durchgängig die Einführung eines Schienenersatzverkehrs nach sich. Der wird beispielsweise für den Streckenabschnitt Altena-Lennestadt-Grevenbrück bereits ab Freitag, 22 Uhr, eingerichtet und gilt dann bis Samstag, 14. Juli, 4 Uhr. Das bedeutet konkret, dass für die fast 60 Kilometer lange Strecke von Altena nach Grevenbrück deutlich mehr Zeit von den Reisenden eingeplant werden muss, als bisher.

Betroffen ist natürlich auch der Güterfernverkehr. Er kann während der gesamten Sommerferien gar nicht stattfinden. Nur in zuvor festgelegten nächtlichen Zeitfenstern auf Teilbereichen der Strecke macht es die Deutsche Bahn AG möglich, dass Firmen in Finnentrop und Plettenberg doch über die Schiene angefahren werden können. Altenaer werden aber wohl in den großen Ferien vergeblich nach den schon fast obligatorischen täglichen Neuwagen-Transporten auf den Gleisen Ausschau halten.

Die Partner auf den Schienen, die Zweckverbände Ruhr-Lippe (ZRL) und Westfalen-Süd (ZWS), die DB Netz AG und Abellio sind sicher, mit dem Schienenersatzverkehr (komfortable Linien-Busse) die kommenden Belästigungen so gering wie möglich zu halten. Alle vier Partner werden die Fahrgäste durch Lautsprecheransagen sowie Plakate in den Zügen, über den Abellio-E-Mail-Newsletter und durch entsprechende Hinweise auf den jeweiligen Internetseiten auf die Fahrplanänderungen aufmerksam machen.

Für alle Baumaßnahmen wurde weiterhin ein Ersatzfahrplan produziert, der allen Fahrgästen in den Zügen sowie in den Kundencentern entlang der Strecke kostenfrei zur Verfügung steht.

Der Stadt Altena kommen die Sanierungsmaßnahmen am Streckennetz nicht ungelegen. Sie lässt in diesem Zusammenhang die nicht mehr benötigten Schienen am ehemaligen Güterbahnhof entfernen und spart dabei Geld, unter anderem für die Streckensicherung. Mit den Arbeiten ist bereits begonnen worden.

Für Mitte der kommenden Woche hat die Deutsche Bahn ein Treffen mit der Stadtspitze anberaumt, in der ganz konkret die Sanierung des gesamten Bahnhofs vor Ort besprochen werden soll. Wie berichtet, wird nicht nur das unter Denkmalschutz stehende Dach entlang des Bahnsteigs erneuert, Aufzüge eingebaut, die Unterführung neu gestaltet und der Übergang zu den Zügen in der Höhe verändert: Bahn und Land investieren im Rahmen der Förderinititiave Bahnhof Millionen in den Standort Altena und die Stadt selbst gestaltet in diesem Rahmen das Umfeld entsprechend um.

von Johannes Bonnekoh

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