Platz für den Lenne-Park

+
Zwischen Bahnhofsgelände und Schrottplatz lassen sich schon Vorboten der anstehenden Arbeiten finden. Bauteile für die neuen Masten liegen dort, ein Bagger und Absperrmaterial stehen bereit.

ALTENA ▪ Es scheint sich bald etwas zu tun auf dem Gelände zwischen Bahnhof und Lenne. In der Nähe des Schrottplatzes stehen zwei Baucontainer und ein Bagger, außerdem sind Absperrmaterial und diverse Teile gelagert, die zur Montage vorgesehen sind.

Ein einzelner neuer Fundament-Anker liegt in der Nähe des südlichsten Abspannmastens auf dem Bahnhofsgelände. „In den nächsten Tagen“, bestätigt Bahn-Pressesprecher Manfred Ziegerath, „wird es losgehen.“

Die Abspannmasten stammen aus einer Zeit, in der deutlich mehr Gleise auf dem Bahnhofsgelände installiert waren. Sie stehen fast am Abhang zum Flussufer – und sie werden an dieser Position nicht mehr benötigt, stehen einem wichtigen städtebaulichen Vorhaben geradezu im Weg. Die Rede ist von den Plänen für das Gelände östlich der Bahnlinie - Stichwort: Lennepark. Hier geht es zunächst um immerhin 750 000 Euro. Zusammen mit den dringend erwarteten Arbeiten zur Modernisierung des Bahnsteigs und zur Neuanlage einer Unterführung – leider wohl erst 2015 – kann hier ein schönes Stück Erneuerung städtischen Lebensraumes entstehen. Die Verjüngungskur für den Altenaer Bahnhof und das Umfeld (Lennepark) galt und gilt als integraler Bestandteil des Stadtentwicklungskonzeptes 2015. Rund 4,8 Millionen Euro will die Bahn in die Hand nehmen, um eine Fußgängerunterführung mit Aufzügen sowie die Modernisierung des Bahnsteigs einschließlich Lautsprecheranlage auf den Weg zu bringen. Das Geld stammt aus Landesmitteln. Anders als die heutige Unterführung soll der neue Weg unter beiden Gleisen hindurch führen. Erwartete Bauzeit dafür: ein Jahr.

Wo der Weg endet, beginnt dann der städtische Teil des Vorhabens – möglicherweise also schon deutlich früher als der DBseitige Teil des Erneuerungskomplexes.

Durch den Lennepark hindurch soll auch der Radweg Lenneroute geführt werden. Von der östlichen Lenneseite wird das Gelände bekanntlich über eine neue Fußgängerbrücke erschlossen, die im Bereich der Fritz-Berg-Brücke vorgesehen ist. Im Planungswettbewerb dafür war erst am 18. Juli eine Entscheidung gefallen. Das Landschaftsarchitekten-Büro Lohrer-Hochrein aus München soll die Neugestaltung des Geländes und den Bau der Brücke projektieren, Hier schließt sich dann der Kreis zur Anbindung des Bahnhof-Umfeldes an die Innenstadt.

Im Zuge der bevorstehenden Arbeiten werden die Fundamente für die neuen Masten – und natürlich die Masten selbst – nah an die noch befahrenen Gleise heran rücken. Damit wird das so genannte „Querfeld“ deutlich schmaler.

Die Montage der neuen Masten soll im Tag- und Nachtbetrieb vorgenommen werden. „Wir hoffen, vor dem Winter fertig zu sein“, sagt der Bahnsprecher zur Dauer der Arbeiten. Der Zugbetrieb auf der Ruhr-Sieg-Strecke werde nicht beeinträchtigt. Gearbeitet werde in den jeweiligen „Zugpausen“. ▪ tk

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare