Stützmauer aus dem
Bach geborgen

Die Flut am 14. Juli hat einen Teil der Straße, den Gehweg und die komplette Stützmauer am Brachtenbecker Weg weggerissen.
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Die Flut am 14. Juli hat einen Teil der Straße, den Gehweg und die komplette Stützmauer am Brachtenbecker Weg weggerissen.

Das Hochwasser am 14. Juli hat eine Stützmauer am Brachtenbecker Weg weggerissen. Seitdem lagen die Reste in der Brachtenbecke — am Samstag wurden sie entfernt. „Jetzt kann der Bach wieder normal fließen“, sagte Siegmund Müller, Inhaber des gleichnamigen Tiefbau- und Abbruchunternehmens aus Nachrodt-Wiblingwerde, das die Arbeiten ausgeführt hat.

Altena - Bei der Hochwasser-Katastrophe vor über fünf Wochen hat sich die heute unscheinbar wirkende Brachtenbecke zu einem reißenden Fluss entwickelt. Gut 100 Meter oberhalb des ehemaligen Autohauses Schauerte haben die Wassermassen eine Stützmauer komplett weggerissen und auch den Gehweg und Teile der Straße zerstört. Ein Auto, das in den im Bach geriet, verhinderte, dass das Wasser größeren Schaden an den angrenzenden Häusern anrichten konnte. Der Wagen wurde nach dem Hochwasser geborgen.

An den Tagen nach dem 14. Juli hat das Technische Hilfswerk (THW) mit gut 70 Tonnen Sand in Form von Bigpacks eine provisorische Stützmauer errichtet. Auf der Straße wurde eine Leitplanke angebracht. Der Verkehr läuft an dieser Stelle seitdem einspurig per Ampelregelung.

Metergroße Trümmer

Siegmund Müller rückte am Samstag mit zwei Mitarbeitern an, um die Brachtenbecke freizuräumen. Auf Bildern, die er am Morgen gemacht hat, ist gut zu sehen, wie einzelne Steine bis hin zu metergroßen Teilen der Stützmauer mitsamt Metallgeländern in dem Bach lagen.

Eingesetzt hat Müller einen großen Bagger mit langem Arm, der am Morgen per Tieflader gebracht worden war. Damit konnten die Überreste der Mauer erreicht werden, ohne mit der schweren Maschine zu nah an die Kante fahren zu müssen.

Der Vormittag war erfolgreich: Das Wasser kann jetzt wieder ungestört durchfließen. Sollte es wieder zu Hochwasser kommen, ist das wichtig. „Alles, was geplant war, hat geklappt”, zog Müller eine gute Bilanz für die Arbeiten.

Der Brachtenbecker Weg blieb am Samstagvormittag voll gesperrt. Um kurz nach 13 Uhr parkte Müller den großen Bagger am Straßenrand, sodass der Verkehr wieder rollen konnte. Wann die Stützmauer dauerhaft neu errichtet wird und auch Straße und Gehweg wieder normal nutzbar gemacht werden, sei ihm nicht bekannt.

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