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Hunderttausende Euro Sachschaden: Neue Details nach spektakulärem Bagger-Absturz

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Von: Thomas Bender

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Am Dienstagnachmittag ist bei Felssicherungsarbeiten oberhalb der Ortsvermittlungsstelle ein Schreitbagger mehrere Meter tief abgestürzt und an einer Hauskante des Telekom-Gebäudes hängen geblieben. Jetzt gibt es weitere Details.

Alten - Der Unfall ereignete sich bei Felssicherungsarbeiten, die nach einem Felssturz im Januar erforderlich wurden. Damals waren etliche Tonnen Gestein in die Tiefe gerutscht und hatten die Ortsvermittlungsstelle schwer beschädigt. Fachleute untersuchten den Hang und stellten fest, dass von ihm weiterhin Gefahr ausgeht. Deshalb ist es erforderlich, ihn zu sichern, bevor die Felsbrocken weggeräumt und die Gebäudeschäden behoben werden können.

Der abgestürzte Bagger blieb an jener Ecke der Ortsvermittlungsstelle hängen, die im Januar bereits durch einen Felssturz beschädigt worden war. Von diesem Schuttkegel holte ihn ein zweiter Schreitbagger herunter.
Der abgestürzte Bagger blieb an jener Ecke der Ortsvermittlungsstelle hängen, die im Januar bereits durch einen Felssturz beschädigt worden war. Von diesem Schuttkegel holte ihn ein zweiter Schreitbagger herunter. © Müller

Für solche Arbeiten setzt man besonders geländegängige Schreitbagger ein, deren Räder an beweglichen und höhenverstellbaren Stützen angebracht sind und die während des Einsatzes im steilen Gelände durch ein Stahlseil gesichert sind. Offenkundig ist dieses Seil gerissen. Warum das geschehen konnte untersucht – wie in solchen Fällen üblich – das bei der Bezirksregierung angesiedelte Amt für Arbeitsschutz, das sich die Unfallstelle am Dienstag ansah. Vor Ort waren auch Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei. „Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro“, schrieben die Beamten später in ihrem Polizeibericht.

Wegen der alles andere als stabilen Lage des verunglückten Baggers wurde entschieden, ihn noch am Dienstag zu bergen. Dazu wurde ein weiterer Schreitbagger zur Unglücksstelle geholt, mit dessen Hilfe die Maschine von dem Schuttkegel neben der Ortsvermittlung geholt und wieder auf die Beine gestellt wurde.

Am Morgen nach dem Unfall stand der Bagger wieder auf seinen Rädern. Das erleichtert die Bergung.
Am Morgen nach dem Unfall stand der Bagger wieder auf seinen Rädern. Das erleichtert die Bergung. © Bender, Thomas

Damit befand sich die Maschine in einer Position, aus der sie wohl wesentlich leichter geborgen werden kann als zunächst befürchtet. Anfangs ging man davon aus, dass ein ähnlich großer Kran gebraucht werden würde wie im Januar, als nach dem Felssturz ein Safe-T-Container in den Innenhof der Ortsvermittlung gehoben worden. Er beinhaltet die komplette Technik einer Ortsvermittlung und kann deren Aufgaben übernehmen, wenn sie ausfällt. Das ist aber nach wie vor nicht erforderlich: Die Technik sei durch das Unglück nicht beeinträchtigt worden, schreibt die Polizei.

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