Bäume und Pflanzen haben Durst: Stadt gießt und gießt

Marco Schauerte ist in der Stadt unterwegs.

ALTENA ▪ 1 000 Liter Wasser fasst der kleine Tankwagen des Baubetriebshofes, der zur Zeit permanent im Einsatz ist. Marco Schauerte kommt mit dem Gießen städtischer Grünflächen kaum nach und muss das Gefäß dutzende Male am Tag neu auffüllen.

Das geschieht dank einer kleinen Pumpe, die das Wasserfahrzeug an Bord hat entweder durch Aufnahme von Lenne- oder Bachwasser. Man glaube gar nicht, wie viele Grünflächen es in der Stadt gebe, die durch die anhaltende Trockenperiode in erheblichem Maße gelitten hätten, erläutert Jörg Becker vom Baubetriebshof.

Dabei seien die 1 000-Liter-Tankfassvermögen kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. „Ein Beispiel: Die Grünfläche am Markaner wird von uns bei einem Stopp mit etwa 5 000 Liter Wasser versorgt. Sonst kämen wir gar nicht durch das gesamte Stadtgebiet“.

Welche Schäden an Pflanzen oder Bäumen bisher in Altena aufgetreten sind, konnte Becker noch nicht sagen. Allein: Der Wasserwagen wird noch viele, viele Tage seine Runden drehen und die nach dem kostbaren Nass lechzende Natur versorgen.

Der Garten- und Landschaftsbau in Oberhausen rät als Fachverband angesichts der fortgeschrittenen Entwicklung von Rasenflächen, Stauden, Sträuchern und Bäumen in Gärten und Parks, unbedingt zum Wässern. Nur so könnten Pflanzen vor bleibenden Schäden bewahrt werden. Eine Regel sollte man allerdings beherzigen: Lieber selten wässern, aber dafür lange, damit das Wasser auch dort ankomme, wo es gebraucht werde.

von Johannes Bonnekoh

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