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Bäume fehlen als Markierungsträger: Jetzt kommt Ersatz

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Brachten symbolisch den ersten Markierungsträger am Kohlberg in Stellung (von links): Ranger Christoph Nolte (Landesbetrieb Wald und Holz NRW), Thomas Gemke (LWV- und SGV-Präsident), CDU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schick und Jörn Hevendehl (ebenfalls vom Landesbetrieb). Beim Termin am Mittwoch, der etwas entfernt vom Wanderparkplatz Quitmannsturm stattfand, waren auch Mitglieder der SGV-Abteilung Dahle dabei.
Brachten symbolisch den ersten Markierungsträger am Kohlberg in Stellung (von links): Ranger Christoph Nolte (Landesbetrieb Wald und Holz NRW), Thomas Gemke (LWV- und SGV-Präsident), CDU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schick und Jörn Hevendehl (ebenfalls vom Landesbetrieb). Beim Termin am Mittwoch, der etwas entfernt vom Wanderparkplatz Quitmannsturm stattfand, waren auch Mitglieder der SGV-Abteilung Dahle dabei. © Wiechowski, Jona

Rund 80 000 Kilometer Wanderwege gibt es in NRW. Durch Stürme und Borkenkäferschäden ist in den vergangenen Jahren allerdings viel Wald verschwunden – und mit den Bäumen fehlen Markierungsträger zur Orientierung.

Jetzt sollen Pfosten mit Hinweisschildern gesetzt werden. Vertreter vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) und Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick schlugen am Mittwoch das erste Exemplar am Kohlberg in die Erde.

Richtig los geht die Arbeit erst jetzt. In einem ersten Schritt sollen im Sauerland allein in den nächsten drei Monaten 1000 dieser Pfosten in die Erde getrieben werden – immer im Abstand von rund 250 Metern, womit nun um die 250 Kilometer Wanderwege markiert werden. An den Kohlberg sollen über 50 dieser Pfosten kommen.

Land stellt 50.000 Euro zur Verfügung

Durchgeführt wird das Projekt durch den SGV mit Unterstützung des Landes NRW in enger Zusammenarbeit mit dem Landeswanderverband NRW (LWV) und dem Landesbetrieb Wald und Holz. Für die Beschaffung der Pfosten hat das Land dem Landesbetrieb rund 50 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Der SGV hat ausgesucht, wo die Pfosten hinkommen, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW wird diese in den nächsten Monaten setzen. Zum Abschluss bringen SGV-Mitglieder dann noch die Markierungsschilder an.
Der SGV hat ausgesucht, wo die Pfosten hinkommen, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW wird diese in den nächsten Monaten setzen. Zum Abschluss bringen SGV-Mitglieder dann noch die Markierungsschilder an. © Wiechowski, Jona

Mit zahlreichen ehrenamtlichen Wegemarkierern wurden bisher die rund 1000 Standorte lokalisiert und per GPS festgehalten. In den nächsten Monaten wird der Landesbetrieb an diesen Stellen die Pfosten setzen. „Im Rahmen unserer Tätigkeiten haben wir diese Aufgabe sehr gerne übernommen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Besucherlenkung“, erklärte Jörn Hevendehl, Forstamtsleiter Regionalforstamt Märkisches Sauerland. Im Anschluss kommt der SGV zum Zuge und bringt die Markierungsschilder an, die für weitere Informationen auch mit QR-Codes ausgestattet sind, die mit dem Smartphone ganz einfach gescannt werden können.

Großteil der Wege liegt auf privatem Grund

Der Großteil der Wanderwege liege auf privatem Gebiet. Bevor Pfosten hier gesetzt würden, würden die Waldbesitzer benachrichtigt und gefragt, ob dies in ihrem Sinne sei, so Hevendehl.

Schick erklärte, dass durch Corona viele Menschen die Freude daran entdeckt hätten, sich in den heimischen Wäldern zu bewegen. Und wer sich verlaufe, der laufe querfeldein – was nicht gut sei. Deshalb seien Markierungen wichtig, die bei der Orientierung helfen. Für Schick sei es selbstverständlich gewesen, das Ganze zu unterstützen. „Die hervorragende Wanderwege-Infrastruktur unseres Bundeslandes dient den Bürgerinnen und Bürgern als Naherholung und zieht viele Urlauberinnen und Urlauber an“, betonte er. „Damit dies auch künftig gewährleistet ist, ist dies eine sehr gute Investition.“

Pfosten sollen nicht auf ewig stehen

Bei den Pfosten handelt es sich um ganz normales Holz, das unbehandelt in die Erde kommt. Wie SGV-Hauptgeschäftsführer Christian Schmidt erläutert, habe man sich bewusst dagegen entschieden, das Holz mit Metallhülsen langlebiger zu machen. Auch so hielten die Pfosten lange. Denn, wenn der Wald irgendwann nachgewachsen ist, sollen die Markierungen wieder an Bäumen angebracht werden – so wie vorher auch.

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