Den Horizont erweitert

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Michael Wippler (Präsident des Zentralverbands des Deutsche Bäckerhandwerks e.V.), Martin und Andrea Küttner (Bäckerei Timmermann in Altena Dahle), Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser und Daniel Schneider (Hauptgeschäftsführer vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.)

Altena - Kürzlich nahm das Dahler Bäckermeister-Ehepaar Martin und Andrea Küttner (Bäckerei Timmermann, Dahle), an einem parlamentarischen Abend zum „Tag des Brotes“ in Berlin teil. Die beiden Dahler folgten einer persönlichen Einladung der heimischen CDU-Abgeordneten Christel Voßbeck-Kayser.

„Wir haben unseren Horizont erweitert. Es gab gute Gespräche, denn auch uns beschäftigt unter anderem die Frage einer Nachfolgeregelung für unser Geschäft in einigen Jahren“. So bilanzierte Andrea Küttner den Ausflug in die Bundeshauptstadt.

Ihr Mann und sie hätten es sehr genossen, mit hochkarätigen Vertretern ihres Berufsstandes, aber auch Wirtschaftsvertretern und Politikern „zu reden und Probleme zu erörtern.“ Denn: „Ich nenne nur einmal das Monster Bürokratie. Es ist schon ärgerlich, was von Handwerksbetrieben unserer Art verlangt wird und welche Auflagen es gibt“, bilanzieren die Küttners.

Die Probleme, die der Gesetzgeber mit diversen Vorgaben aufbaue, haben aber auch Groß-Filialisten genauso wie „kleine Bäckereien“. In diese Kategorie ordnen sich die beiden Dahler ein, obwohl ihr Familien-Betrieb immerhin zehn Personen, davon allein vier Gesellen in der Backstube, beschäftigt. „Wir konnten mit Michael Wippler, dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerkes oder Daniel Schneider als Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks „viele Dinge und Probleme erörtern.“

Ausdrücklich dankte Küttner der Kammer, die immer ein offenes Ohr für die Belange ihrer Mitgliedsbetriebe habe. Man nutze viele Service-Angebote und werde dies sicherlich auch im Hinblick auf eine Geschäftsnachfolge tun, auch wenn dafür noch reichlich Zeit vorhanden sei. Stolz unterstrich Andrea Küttner die Stärke ihres Familienunternehmens, die auch beim Kunden gut ankomme. „Bei uns wird alles selbst gemacht!“

Der „Tag des Deutschen Brotes“ fand zum fünften Mal statt. Daran nahmen im Berliner E-Werk neben den Küttners mehr als 300 geladene Gäste teil. Erneut ging es bei den Reden der Politiker und Wirtschaftsvertreter auch um eine Standortbestimmung des deutschen Bäckerhandwerks, essenzielle Branchenthemen wie die Nachwuchsgewinnung und die Außendarstellung des Handwerks an sich. Michael Wippler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, stellte den Anwesenden unter anderem die Eckpunkte der Neugründung „Deutsches Brotinstitut e.V.“ vor. Sie hat das vorrangige Ziel, Wissen und Image zum Thema Brot weiter voranzubringen, die deutsche Brotkultur zu stärken, Wissen zu bewahren und fortzuentwickeln sowie Wissenswertes für Medien und Verbraucher bereitzustellen.

Höhepunkt des Abends war die Vorstellung des neuen Botschafters des deutschen Brotes, Cem Özdemir. Der Bundesverband kommentierte das in einer Pressemitteilung unter anderem so: „ZV-Präsident Michael Wippler charakterisierte den Spitzenpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen als Befürworter von Eigenverantwortung, Offenheit, Nachhaltigkeit und Gegner von Überregulierung. Özdemir, der aus dem württembergischen Bad Urach („Heimat der Brezel“) stammt und als türkischstämmiger Deutscher den Wert des Brotes in seiner Familie/Kultur betonte, wird sein Augenmerk auch und vor allem auf die Nachwuchsförderung legen.“

CDU-Politikern Christel Voßbeck-Kayer MdB abschließend: „Das Bäckerhandwerk ist ein schönes, vielfältiges Handwerk. Der Tag des Brotes ist klasse, denn dadurch kann auch das Bewusstsein des Verbrauchers dafür geschärft werden, dass echte Qualität nur vom Innungsbäcker kommt!“

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