Azubis leiten die AOK: „Und Sie sind jetzt die Neuen?“

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Sven Krabbe (hinten) leitet das Azubi-Team um Lucas Riedel, Carolin Ernst, Flondra Fejzullahu und Bianca Lopatenko (von links). Für die Kunden hielten sie in ihrer ersten Projektwoche Apfelboxen als „Give-Aways“ bereit.

Altena - Stolz wirken die vier Auszubildenden der AOK, die seit Montag eine für sie ganz besondere Rolle eingenommen haben: In den Osterferien leiten sie das Kundencenter der Gesundheitskasse in Altena.

„Die Azubis ziehen super mit, es läuft wirklich sehr gut“, sagt Sven Krabbe, Kundenberater in Iserlohn, der als Leiter eingesetzt ist und ebenfalls Erfahrungen in der Team-Führung sammelt. Wenn auch zu Beginn noch etwas ungewohnt, haben sich die Azubis aus dem ersten und zweiten Lehrjahr bereits erfolgreich in das tägliche Geschäft eingebracht.

„Die Arbeit ist ganz anders als sonst“, sagt Bianca Lopatenko. Die 25-Jährige ist bereits im zweiten Ausbildungsjahr und freut sich besonders über die Erfahrungen, die sie durch das Pilotprojekt sammeln darf: „Wir bekommen alles von vorne bis hinten mit – die Kunden sind direkt bei uns. Das ist schon eine andere Verantwortung und bringt mir mehr Erfahrung als sonst.“ 

"Kann mit Wissen glänzen"

Für die 25-jährige Carolin Ernst war es eine Wiederkehr zum Kundencenter: „Ich habe schon mal erste Einblicke erhalten und kann hier jetzt etwas mit meinem Wissen glänzen“, freut sich die Auszubildende im ersten Jahr. 

Außerdem sind der 20-jährige Lucas Riedel (erstes Jahr) und die 21-jährige Flondra Fejzullahu (zweites Jahr) dabei. Besonders gespannt waren Azubis und Leiter auf die Reaktion der Kunden: „Wir wurden schon gefragt: ,Und Sie sind jetzt die Neuen?‘“, erzählt Riedel. 

Kunden von Idee begeistert

Einige Kunden wunderten sich, wo die bekannten Gesichter seien. „Wir erklären ihnen dann das Projekt und dann sind sie meistens von der Idee begeistert“, sagt Riedel weiter.

Probleme habe es bisher nicht gegeben – für den Notfall sind auch immer noch Mitarbeiter vor Ort. Das ein oder andere Lob für die Beratung der jungen Leute gab es ebenfalls – die Kunden hätten sich durchweg auf das Projekt eingelassen. 

Projekt langfristig optimieren

Ob dieses in Zukunft weitergeführt wird, entscheiden die Mitarbeiter der AOK erst in den nächsten Wochen. „Wir probieren uns jetzt aus und haben die Chance, aus Fehlern zu lernen und können das ganze Projekt langfristig optimieren“, sagt Teamleiter Krabbe. 

Ab dem 24. April wird die Stammbesetzung des Kundencenters wieder vor Ort sein. Krabbe: „Dann werden wir ausführlich berichten – aber so gut wie es läuft, bin ich überzeugt, dass eine Wiederholung sehr gut möglich ist.“

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