Awo-Unterbezirk Hagen/Märkischer Kreis feiert mit Ehrenamtlichen in Altena

Ein „Glück auf!“ für 100 gute Jahre

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Der Altenaer Ortsverband war natürlich auch vertreten unter den 250 Gästen.

Altena – Vor 100 Jahren engagierten sie sich in Suppenküchen und Nähstuben, um denjenigen in der Gesellschaft zu helfen, um die sich sonst niemand kümmerte. Heute leisten die Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt vor allem Quartiersarbeit. All diese Ehrenamtlichen aus dem Unterbezirk Hagen/Märkischer Kreis waren am Samstag in den Lennestein eingeladen worden.

Es war eine von vielen Feten des Jubiläumsjahrs und die insgesamt dritte, die sich an die Mitglieder richtete, die unentgeltlich anpacken. 23 Ortsvereine gibt es im Unterbezirk und in allen wird viel dafür getan, dass niemand allein zuhause sitzen muss. Michael Scheffler als Vorsitzender des Awo Bezirksverbands Westliches Westfalen brachte das in seiner Ansprache im Haus Lennestein gut auf den Punkt: „Sie sind für die Menschen in ihrer Umgebung da!“ Deutlich habe sich das im Zuge der Flüchtlingswelle 2015 gezeigt, als Awo-Mitglieder sich beherzt diesen Menschen annahmen und rechten Parolen die Stirn boten. „Dafür stehen wir. Wir sind gegen Hetze und für ein solidarisches Miteinander. So, wie unsere Gründerin Marie Juchacz es uns vorgelebt hat!“

Michael Scheffler hielt die Festrede.

Die Sozialreformerin wird 2019 noch oft im Mittelpunkt stehen. Ganz besonders vom 30. August bis zum 1. September, wenn das 100-jährige Bestehen der Arbeiterwohlfahrt riesig in Dortmund gefeiert wird. „Da will ich euch alle wiedersehen!“, rief Scheffler den 250 Gästen im Haus Lennestein zu, bevor er mit einem herzlichen „Glück auf!“ seinen Vortrag schloss. Einen kleinen Vorgeschmack auf das Kulturprogramm an dem Festwochenende lieferte am Samstag schon mal Martin Kaysh in Altena: Der „Steiger“ aus dem berühmten Geierabend verhielt sich politisch absolut korrekt und behandelte in seinem Programm alle gleich: Ob Dortmunder, Schalker oder Sauerländer - alle bekamen ihr Fett weg im launigen Kabarett-Programm, das der Unterbezirk gebucht hatte.

Martin Kaysh, der „Steiger“ vom Geierabend, hatte ein launiges Kabarett-Programm mitgebracht.

Auch Erhard Pierlings (Meinerzhagen) hatte sich noch was Schönes einfallen lassen für die Freunde aus den Ortsvereinen. Um möglichst viele Ehrenamtler zu erreichen, findet das Dankeschön-Fest mit Kaffee, Kuchen und Unterhaltung immer in wechselnden Kommunen statt, um auch kurze Anreisewege zu ermöglichen. Für die Mitglieder war das Treffen am Samstag eine schöne Gelegenheit, auch Bekannte aus umliegenden Ortsvereinen wiederzusehen. In Altena hatten sich jüngst zwei Gruppen zu einem Ortsverband verschmolzen - eine nicht unübliche Praxis im Unterbezirk, kleine Verbände wieder größer und handlungsfähiger zu machen und Vorstandsarbeit zu verschlanken. Allen, die regelmäßig die Tische in den Treffpunkten decken, ist eines gemein: Sie achten weder auf Zeit, noch Geld, um niederschwellige soziale Arbeit zu leisten. „Dafür sei Ihnen allen heute herzlich gedankt!“ betonte auch Unterbezirksvorsitzende Renate Drewke.

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