Vor allem für Kleinkinder

Tageseltern dringend gesucht

Die Awo sucht händeringend weitere Tageseltern für Altena und Nachrodt.
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Die Awo sucht händeringend weitere Tageseltern für Altena und Nachrodt.

14 Tagesmütter betreuen derzeit 58 Kinder in Altena. Weitere Tageseltern werden dringend gesucht. Denn vor allem für Kleinkinder werden Betreuer gesucht.

Altena – Sie sind eine wichtige Ergänzung zum Angebot der Kindertagesstätten, und sie sehen besonders die kleineren Kinder als ihre Klientel: Die Rede ist von den Tagesmüttern, die übrigens auch Väter sein können. In der Burgstadt gibt es 14 Tagesmütter. Sie betreuen derzeit 58 Kinder. Die Tagesmütter können bis zu fünf Kinder aufnehmen und ersetzen mit dieser Kapazität etwa zwei Gruppen in einer regulären Kita.

Jetzt werden neue Mütter und Väter für die Tagespflege gesucht. Für sie gibt es zunächst eine Informationsveranstaltung, die am Mittwoch, 13. Januar, um 19 Uhr im VHS-Raum an der Lennestraße 93 beginnt. Der Infoabend ist kostenlos. „Die Nachfrage nach Tagesmüttern ist groß“, berichtet Fachberaterin Alina Poßekel. Insbesondere bestehe Betreuungsbedarf für Kinder unter zwei Jahren.

Letzter Kurs mit 160 Stunden: Deutlich mehr Aufwand in Zukunft

Der eigentliche Qualifizierungskurs beginnt dann am 5. März und geht über 160 Stunden. Dieser kostet 510 Euro, mittels eines Bildungsschecks ist jedoch eine Förderung möglich. Es werde der wohl letzte Kurs mit 160 Stunden sein, berichtet Awo-Fachberaterin Sarah Lustinetz. In der künftigen Fassung würden 300 Stunden zu absolvieren sein.

„Hintergrund der Änderung ist, dass der Gesetzgeber die Qualität der Kindertagespflege näher an die Standards von Kindertagesstätten heranführen möchte“, erläutert Alina Poßekel. Sie gehört seit Mai zum Team des Tagespflegebüros.

„Kinder ein Stück im Leben begleiten“

„Das könnte ich nicht mit so vielen Kindern....“ Diesen Satz würden Tagesmütter in ihrem Alltag oft hören, berichtet Sarah Lustinetz, Leiterin des Büros in der Nachbarschaft der Stadtbücherei, aus der Praxis. Sie ist seit 2016 in Altena tätig. „Aber wenn man mal tatsächlich Einblick in die Arbeit mit Tageskindern hat, verliert sich dieser erste Eindruck.“

Lustinetz ist deswegen überzeugt: „Für Menschen, die gerne mit Kindern zusammen sind, gibt es eigentlich nichts Schöneres, als die Entwicklung der Kinder zu beobachten, sie ein Stück ihres Lebens zu begleiten und sie im gemeinsamen Alltag in einem ganz neuen Blickwinkel zu erleben.“

Kleine Gruppen, familiäre Atmosphäre

Es gelte, den Kindern Werte und Liebe zu vermitteln, damit sie selbstbewusst und gestärkt ins Leben gehen. „Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die jeden Tag neu mit einem Lachen oder einem weiteren Entwicklungsschritt der Kinder belohnt wird.“ Ein großer Vorteil seien individuelle Betreuungszeiten und die kleinen Gruppen in familiärer Atmosphäre.

Neben den 160 Unterichtsstunden müssen die Teilnehmer eine Hospitation bei einer Tagespflegeperson absolviert haben. Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreichem Abschluss der Qualifizierung zur Tagesmutter oder zum Tagesvater ein Zertifikat, das von den Jugendämtern als grundlegende Voraussetzung für eine Vermittlung anerkannt wird.

Mehr Angebote für Nachrodt-Wiblingwerde

Das Awo-Kindertagespflegebüro möchte seine Angebote auch in Nachrodt-Wiblingwerde ausbauen. Dafür soll sich Daniela Wall einsetzen und die Koordination übernehmen sowie Ansprechpartner für die Tagesmütter sein.

Derzeit stehen dort zwei Tagesmütter zur Verfügung, eine weitere pausiert wegen Corona und eine künftige Tagesmutter befindet sich im Qualifizierungskurs. „Die Nachfrage in Nachrodt ist groß, es gibt einigen Bedarf“, beschreibt Daniela Wall die Situation. Sie gehört seit acht Jahren zum Team des Kindertagespflegebüros.

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