Auf Kollisionskurs: Autofahrer missachten Straßensperrung 

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Das Auto rechts fährt falsch: Die Schilder an der Ausfahrt des Kreisverkehrs sind eigentlich eindeutig.

Altena – Etliche Autofahrer ignorieren die Straßensperrung am Markaner-Kreisel. Egal, wie massiv die Stadt durchgreift. Das ist eine gefährliche Ignoranz.

Ulrike Anweiler ist seit acht Monaten Leiterin des Altenaer Ordnungsamtes. Jetzt erlebt sie zum ersten Mal, wie konsequent ein Teil der Altenaer Autofahrer gegen Vorschriften verstößt. „Es ist wirklich nicht zu glauben.“ So kommentiert sie das, was sich derzeit sozusagen im Minutentakt zwischen dem Markaner-Kreisel und der Auffahrt zur Fritz-Berg-Brücke abspielt.

Zum Hintergrund: Die Firma Eksi (EDD) bekommt einen neuen Gasanschluss. Den baut die Firma Westnetz, sie verlegt die Rohre in der Bachstraße. 

Das Teilstück von der Feuerwache bis Eksi ist fertig, jetzt geht es weiter in Richtung Markaner. Im Bereich der Baustelle ist nur eine einspurige Verkehrsführung möglich, deshalb regeln Ampeln den Verkehr. 

Autos drohen Gegenverkehr zu begegnen

Eine davon steht in Höhe des Abzweigs von der Fritz-Berg-Brücke in Richtung Markaner. Problematisch erschien dem Ordnungsamt damit das Abbiegen vom Markaner kommend in Richtung Dahle: Autofahrer können die Ampeln nicht sehen und kommen sich im Baustellenbereich womöglich mit entgegenkommenden Fahrzeugen ins Gehege. 

Die Lösung schien auf der Hand zu liegen: „Durchfahrt verboten“ heißt es ganz eindeutig am Markaner-Kreisel, nur die MVG-Busse dürfen dort in Richtung Brücke abbiegen. „Schon als die Kollegen vom Bauhof die Schilder aufgestellt haben, sind manche Autofahrer ihnen fast über die Füße gefahren“, staunt Anweiler. 

Zusätzliche Schilder ignoriert

Das Ordnungsamt baute eine Art zusätzliche Sicherung ein: An der Ecke Bachstraße/Fritz-Berg-Brücke müssen alle Fahrzeuge – abgesehen von Linienbussen – links abbiegen. So soll verhindert werden, dass Falschfahrer in die Baustelle abbiegen. 

Nur links abbiegen erlaubt? Das möchte das Ordnungsamt wegen der Baustelle in der Nette. Viele Autofahrer sehen das nicht ein.

Auch diese Schilder werden von nicht wenigen Autofahrern ignoriert. Deshalb sperrte das Ordnungsamt die Rechtsabbiegerspur am Freitag zusätzlich noch mit einer Bake ab, die aber so platziert werden musste, dass Busse daran vorbei passen. Deshalb umkurven viele andere Autofahrer auch dieses Hindernis. 

Wer bei dem verbotenen Tun von der Polizei erwischt wird, muss einigermaßen tief in die Tasche greifen: Die Missachtung des Verkehrszeichens 250 („Durchfahrt verboten“) wird mit einem Bußgeld von 55 Euro geahndet, Fahrer von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen zahlen sogar 100 Euro. 

Große Umwege nötig

Wer das Schild 209-10 (Linksabbiege-Gebot) ignoriert, muss mit einer Strafe von zehn Euro rechnen. 

Die Verkehrsführung hat zur Folge, dass aus Richtung Innenstadt kommende Autofahrer einen erheblichen Umweg fahren müssen, wenn sie in die Nette wollen: Sie müssen am Markaner-Kreisel geradeaus fahren, wechseln dann am Linscheid-Kreisel nach links auf die B 236 und folgen der bis zur Auffahrt auf die Fritz-Berg-Brücke, über die sie dann die Lenne kreuzen. 

Das ist ein Umweg von etwa zwei Kilometern. Problematisch für nicht ortskundige Autofahrer: Diese Umleitung ist nicht ausgeschildert.

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