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Auszeichnungen für Feuerwehr von morgen und zwei Helfer, die auch Opfer waren

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Von: Ilka Kremer

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Der Bürgerpreis 2020 ging an die Altenaer Kinder- und Jugendfeuerwehr.
Der Bürgerpreis 2020 ging an die Altenaer Kinder- und Jugendfeuerwehr. © Ilka Kremer

Bürgermeister Uwe Kober hat am Samstag die Altenaer Bürgerpreise für 2020 und 2021 verliehen. Auf einer großen Bühne an der Lennepromenade freuten sich die Mädchen und Jungen der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie Nicole Güldner und Patrick Hochstein über die Auszeichnungen.

Altena ‒  Die Übergabe der Bürgerpreise erfolgte im Rahmen des Festes „Altena sagt Danke“. „Jeder Träger des Bürgerpreises hat einen Trommelwirbel verdient“, meinte Kober. Denn der Preis werde für besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen.

Die Kinder und Jugendlichen, die sich heute als Brandbekämpfer engagierten, seien die Feuerwehr von morgen. „Wir brauchen Euch“, so Kober. Um das Engagement der Mädchen und Jungen sowie ihrer Betreuer zu würdigen, habe sich die Kommission entschieden, zum ersten Mal in der Geschichte des Altenaer Bürgerpreises diese gesamte Gruppe auszuzeichnen.

Uwe Kober überreichte den Kindern und Jugendlichen die Urkunde zusammen mit Geld und Gutscheinen. „Ich kann Euch nicht alle in den Arm nehmen, würde es aber gerne tun“, meinte der Bürgermeister sichtlich gerührt. Er selbst ist seit 35 Jahren Mitglied der Feuerwehr und weiß, dass das „Kameradschaft, Freundschaft und manchmal ein bisschen Adrenalin“ bedeutet.

Alexander Grass als Leiter der Altenaer Feuerwehr freute sich sehr über die Auszeichnung seiner Schützlinge und unterstrich das Gesagte: „Irgendwann gehen diese Kinder, die hier stehen, in den Wald und löschen das Feuer. Ohne Euch geht nichts, vielen Dank.“

Der Bürgerpreis 2021 ging an Nicole Güldner, Inhaberin des Apollo-Servicekinos, dem „schönsten Kino Deutschlands“, und an Patrick Hochstein, Eigentümer der Gaststätte Pilling, dem „schönsten Gasthaus der Stadt“. Beide wurden in der Nette von der Jahrhundertflut sehr schwer getroffen, hatten monatelang mit den Folgen zu kämpfen. „Doch man sieht sie und sah sie immer noch lächeln“, berichtete der Bürgermeister. Und sie hätten immer als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden, um anderen zu helfen, hätten ihre Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt, beispielsweise für ein Büro der Caritas als Anlaufstelle für die Flutopfer.

„Zu helfen, das war für Nicole und Patrick eine Selbstverständlichkeit“, führte Bürgermeister Kober weiter aus. Der Bürgerpreis zeichne die beiden sinnbildlich für die große Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen in Altena aus.

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