Auszeichnung für Förderschule

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Vertreter der Schule am Drescheider Berg nahmen die Auszeichnung des Schulministeriums entgegen.

ALTENA ▪ Grund zur Freude hatten am Donnerstag Schüler und Lehrer der Schule am Drescheider Berg. Das Umwelt- und Schulministerium des Landes NRW und die Natur- und Umweltakademie NRW zeichneten die Förderschule als eine von zwölf Schulen des Märkischen Kreises für ihr innovatives Projekt E.R.B.S.E. aus. Das Kürzel steht für „Ernährung – Rückenschule – Bewegung – Schülerfirma – mit Engagement“.

Global denken, lokal handeln: Klimaschutz, Gesundheit, natürliche Ressourcen und Naturschutz in den Fokus rücken, weg vom abstrakten Begriff, hin zum bewussteren Umgang mit diesen Themen. Zwölf Schulen aus dem Märkischen Kreis haben dieses Umdenken geschafft. Für ihre innovativen Projekte wurden sie in der Realschule Halver mit dem Zertifikat des Landes Nordrhein-Westfalen „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet. Mathe, Deutsch, Englisch – Wissen, das Schüler für einen guten Start ins Berufsleben unbedingt benötigen. Doch reines Fachwissen reicht längst nicht mehr aus. Das haben auch Lehrer und Politiker erkannt. „Vielmehr sollen Schulen junge Menschen auf ein Leben als aktiver Bürger in einer globalen Welt vorbereiteten und ihnen Kompetenzen vermitteln, die für eine zukunftsfähige Gestaltung ihres Lebens erforderlich sind“, erklärte Ludwig Hecke, Staatssekretär für Schule und Weiterbildung NRW, im Rahmen der Ehrung. Genau hier setze auch die landesweite Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ an.

Wichtig war den Juroren vor allem, dass die Projekte lebensnah sind. Und genau das war die Aktion der Altenaer. Im Rahmen der Kampagne wurde das Thema gesunde Ernährung als Unterrichtsthema in allen Klassen eingeführt und mittlerweile im schuleigenen Curriculum fest verankert. Entscheidend sei, dass das Thema Gesundheit fächerübergreifend behandelt werde.

„Zudem achten wir auf saisonale, regionale und klimagesunde Ernährung“, heißt es in der Projekterläuterung. Die gegründete Schülerfirma setze dies am Drescheider Berg aktiv um. „Der Schulkiosk versorgt Schüler, Eltern und Lehrer mit ausgewogener und gesunder Ernährung“, erklärten die Schüler im Rahmen der Auszeichnung.

Das soziale Engagement der Schülerfirma weite sich auch auf außerschulische Bereiche aus. So werde wöchentlich ein Kuchen für das Elterncafé des SOS-Kinderdorfs in Gevelndorf gebacken. Im Rahmen des „Adventskalenders der guten Taten“ kochten die Schüler für Obdachlose.

Neben der Ernährung stehe an der Schule aber auch Bewegung auf der Tagesordnung. Im Rahmen einer Projektwoche unter dem Motto „fit for life“ konnten die Jugendlichen einiges über Bewegung und Entspannung lernen. Für die Jury war klar: „Diese Schule verdient das Gütesiegel.“

Insgesamt beteiligten sich 1000 Schulen aus 52 Kreisen an der Kampagne. 418 bekommen in diesem Jahr das Gütesiegel verliehen. „Mit ihren gelungenen Projekten haben die Schüler in den vergangenen drei Jahren ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der Globalisierung praxisnah umgesetzt“, lobte Schulamtsdirektor Christoph Hermey. „Diese Bildung in Sachen nachhaltige Entwicklung bedeutet Zukunft aktiv zu gestalten“, betonte er in seiner Rede noch einmal das Ziel der Kampagne. ▪ Von Lydia Machelett

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