Banken verlassen Altena

Aussterben des Bankenviertels: Grüne sehen Sparkasse in der Pflicht 

Die Deutsche Bank hat ihre Filiale in Altena bereits geschlossen.
+
Die Deutsche Bank hat ihre Filiale in Altena bereits geschlossen.

Es wird immer leerer im „Bankenviertel“ Altenas: Zwei Großbanken ziehen sich komplett zurück. Nun sehen die Grünen die Sparkasse in der Pflicht - und die Stadt.

Altena – Das Sterben des „Bankenviertels“ an der Kirchstraße in Altena beschäftigt Bürger und Kommunalpolitiker. „Der Weggang der privaten Bankhäuser Deutsche Bank und Commerzbank aus Altena ist ein herber Rückschlag für unsere Stadt. Er hat deutliche Auswirkungen auf die Situation in der Kirchstraße, wo in der Zukunft kein Geldautomat mehr vorhanden wäre, wenn die Sparkasse ihre eigenen Pläne zum Rückbau ebenfalls umsetzt.“

So begründet die Ratsfraktion der Grünen einen Dringlichkeitsantrag, über den der Rat in seiner Sitzung am Montag, 4. Oktober, abstimmen soll. In diesem fordern die Grünen Bürgermeister Uwe Kober (CDU) auf, „bei der Vereinigten Sparkasse ein Moratorium für den Abbau des Geldautomaten an der Kirchstraße zu erreichen. (...) Soweit an der jetzigen Stelle die Umsetzung dieses Wunsches schwierig sein sollte, sichert die Stadt Altena Unterstützung bei der Findung und Aufbereitung eines Alternativstandortes in der Kirchstraße zu.“

Grüne: Sparkasse sollte „offensiv Gesicht zeigen“

Die Deutsche Bank hat sich durch die Schließung der Filiale vollständig – inklusive Abbau des SB-Bereichs – aus Altena zurückgezogen, die Commerzbank will ihren Geldautomaten in der früheren Filiale im Oktober abbauen lassen. Auch die Sparkasse kündigte an, den Service-Terminal samt Geldautomaten im Gebäude an der Kirchstraße im Oktober aufzugeben – mit Verweis auf die nur rund 700 Meter entfernte Hauptstelle der Sparkasse am Markaner.

Die Grünen appellieren auch an die Verantwortung der Sparkasse, die in Trägerschaft der Kommunen liegt. „Die in der Innenstadt entstehende Situation sollte von der Sparkasse als kommunalem Geldinstitut genutzt werden, um hier offensiv und sichtbar Gesicht zu zeigen und eine Versorgung der Menschen sicherzustellen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare