Barbara Wagner stellt in der Stadtgalerie aus

Künstlerin Barbara Wagner stellt in der Galerie Haus Köster-Emden aus. Foto: Hornemann

Altena - Barbara Wagners Kunstwerke sollten nicht unbedingt der prallen Sonne ausgesetzt werden. Die Wärme könnte den Zeichnungen, Fotografien und Pflanzen empfindlich schaden, denn das dokumentarische Werk ist von der Wittener Künstlerin mit Bienenwachs überzogen worden.

„Hortus” (Garten) heißt die Ausstellung, die am Donnerstag,8. Mai 2014, in der Stadtgalerie Haus Köster-Emden, Lennestraße/Ecke Kirchstraße, eröffnet wird.

Motive aus der Botanik finden sich an allen Ecken und Enden der Ausstellung wieder. Barbara Wagner ist eine klassische Schichtarbeiterin: In Mischtechniken entstehen Bilder, die detailreiche Einblicke in die Strukturen von Pflanzen geben. Was sie mit Bleistift, Graphit oder Kreide auf Transparentpapier gebracht hat, belässt Barbara Wagner nicht immer in diesem Ursprungszustand. Das Bienenwachs, das sie anschließend erwärmt, wird in feinen Schichten aufgetragen. So wird nicht nur der empfindliche Untergrund konserviert – die Künstlerin schafft auf diese Weise auch eine neue Dimension für den Betrachter.

Dass Künstler sich dem Werkstoff Wachs bedienen, ist heute selten geworden, hat aber schon eine lange Tradition. „In der Enkaustik war es ganz üblich, dass Wachs als künstlerisches und konservierendes Element verwendet wurde”, erklärt die ursprünglich aus der Schweiz stammende Wittenerin. Seit 15 Jahren arbeitet sie intensiv mit dem Werkstoff und versieht auch ihre dokumentarischen Fotografien mit ihm. Einen besonderen Effekt verleiht sie Pflanzen, die durch das Eintauchen in Wachs nicht nur erhalten bleiben, sondern eine veränderte Oberfläche aufweisen.

Diese Kunstwerke sind natürlich empfindlich und werden ab Donnerstag gut geschützt unter gläsernen Glocken gezeigt. Der zweite konservierende Werkstoff, den Barbara Wagner in „Hortus” zeigt, ist Gips. Mit ihm hat sie die widerstandsfähigen Halme der Brennnessel überzogen. Die so stabilisierten Stangen hat die Künstlerin zur Erschaffung von Skulpturen genutzt. Kleine, freiliegende Stellen geben aber noch den Blick aufs Basismaterial frei. Je nach Blütestadium ist der Brennnessel-Stängel hell oder dunkel, büßt aber nie seine Widerstandskraft ein.

Donnerstag um 19.30 Uhr bitten die Künstlerin und der Kulturring in die Stadtgalerie, um die Ausstellung zu eröffnen. Dr. Carolin Krüger-Bahr führt in die Thematik ein. - Von Ina Hornemann

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