Außerplanmäßige Entbindung in der Hebammenpraxis

"Geburtsort Altena" - die ungewöhnliche Geschichte der kleinen Mila

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Geschafft: Mila, die kleine Tochter von Lena und Tim Wenzel aus Lüdenscheid, kam außerplanmäßig in der Hebammenpraxis Altena zur Welt. Dabei geholfen hat Sandra Eltzner.

Altena - Mila ist ein besonderes Kind. Sie wird in ihrem Pass „Geburtsort Altena“ stehen haben. Geplant war das nicht. Denn: Die Eltern kommen aus Lüdenscheid, das Krankenhaus steht in Iserlohn. Hier ist Milas Geschichte.

Das kleine Mädchen kam am Montag in der Hebammenpraxis an der Freiheitsstraße zur Welt. Eigentlich werden in der Praxis keine Babys zur Welt gebracht.

Die Hebammen gehen für Geburten mit den Müttern ins Bethanien-Krankenhaus nach Iserlohn. Sie sind sogenannte Begleit-Beleghebammen. Doch die kleine Mila hatte es so eilig, dass der Weg bis ins Krankenhaus vermutlich zu weit gewesen wäre. Die Eltern Lena und Tim Wenzel hatten sich am Morgen mit Hebamme Sandra Eltzner in der Praxis verabredet.

Der Geburtstermin stand an. Und Wehen waren schon da. „Wir wollten einfach gucken, wie weit die Wehen sind. Die Mutter war noch völlig entspannt und konnte noch keine Regelmäßigkeit bei den Wehen erkennen“, erzählt Eltzner. Am CTG waren Wehen erkennbar, aber Lena Wenzel ging es immer noch recht gut. „Sie sagte immer, dass sie darauf warte, dass es mehr weh tue.

Entbindung in der Praxis

Also sah erst einmal alles ganz normal aus“, berichtet die Hebamme. Eine genauere Untersuchung zeigte dann aber, dass der Muttermund bereits vollständig geöffnet war und der Kopf des Babys bereits im Geburtskanal lag. „Wir hatten also nur zwei Möglichkeiten. Entweder einen Krankenwagen rufen – das wäre vermutlich auch knapp geworden. Oder in der Praxis bleiben.

Gemeinsam mit den Eltern entschieden wir, in der Praxis zu entbinden.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kim Quittmann holte Eltzner die Kleine Mila auf die Welt. Und das ging ganz schnell. Etwa eine halbe Stunde dauerte es, bis das Baby das erste Mal schrie und der Mutter in die Arme gelegt wurde. 2970 Gramm, 46 Zentimeter und putzmunter.

Der Praxisbetrieb lief übrigens ganz normal weiter. „Die Mutter war so entspannt. Und es ging so schnell und leise, dass überhaupt niemand etwas mitbekommen hat“, erzählt Eltzner. Nach etwas mehr als drei Stunden durfte die kleine Familie dann auch schon wieder nach Hause nach Lüdenscheid fahren.

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