Außengastronomie wird gezielt gefördert

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Hochbetrieb im Eiscafé – das spült Geld in die Stadtkasse. Allerdings müssen die Wirte auch bei schlechtem Wetter für die Außengastronomie zahlen. ▪

ALTENA ▪ Der Steuerzahlerbund hat wieder einmal nachgerechnet. Diesmal im Fokus: Die Sondernutzungsgebühren, die Städte für Außengastronomie erheben. Paolo Alemanno, Dimitri Kouressis und all die anderen Wirte mit „Tischen draußen“ können froh sein, dass sie ihre Lokale nicht in Bonn betreiben – dort müssten sie glatt das Fünffache des in Altena geltenden Satzes bezahlen.

Zwei Euro pro Monat und Quadratmeter kostet es in der Burgstadt, wenn Wirte Tische und Stühle nach draußen stellen. Das muss vorher bei Rainer Hoffmann beantragt werden. Die Genehmigung kommt schnell, etwas später dann die Rechnung – „alles ganz unbürokratisch“, versichert der Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Dass die Gebühr vergleichsweise niedrig ist, liegt nach seinen Angaben daran, dass die Politik Außengastronomie gezielt fördern will. Sie trägt zur Belebung der Innenstadt bei. Andere Nutzungen sind teurer: Ein Baugerüst kostet 2,50 Euro im Monat, die Kirmes sogar drei Euro pro Quadratmeter – wobei hier nach Tagen abgerechnet wird.

Das Wetter-Risiko trägt übrigens der Wirt: Wer eine Genehmigung für drei Monate beantragt, wegen schlechten Wetters aber die halbe Zeit nicht draußen bedienen kann, zahlt trotzdem den vollen Preis.

Abzuwarten bleibt, wie die im Entstehen begriffenen Terrassen abgerechnet werden. Auch dort soll Außengastronomie stattfinden, Wasser- und Elektroanschlüsse dafür liegen bereits. Über die Details sei aber noch nicht gesprochen worden, berichtet Hoffmann – damit kann man sich im Rathaus auch noch etwas Zeit lassen. Frühestens im Oktober werden die Terrassen fertig sein, in diesem Jahr wird‘s damit nichts mehr mit Kaffee und Kuchen am Ufer der Lenne.

Zu überlegen sei, ob auch für die Nutzung der Terrassen eine Sondernutzungsgebühr erhoben werde oder ob hier auch eine Verpachtung oder Vermietung in Frage komme, deutete Hoffmann gestern an. Auf jeder der beiden Terrassen stehen rund 160 Quadratmeter zur Verfügung, von denen aber sicherlich nur ein Teil für gastronomische Nutzung zur Verfügung stehen wird. ▪ Von Thomas Bender

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