Ausnahmezustand in Evingsen

ALTENA - Wenn ein ganzes Dorf zur gleichen Zeit Urlaub einreicht, dann weiß jeder was los ist: Schützenfest in Evingsen. Das bedeutet Ausnahmezustand und das eine Woche lang. Am Wochenende war es endlich wieder so weit, die Massen strömten zum Schützenplatz und in das große Festzelt.

Das ganze Dorf war auf den Beinen. Jubelschreie und dreifache Horridos begleiteten das neue Regentenpaar Michael Bussler und Gundula Gerstberger auf Schritt und Tritt.

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Schützenfest in Evingsen

Bereits am Freitag waren Schützenplatz und Zelt gut gefüllt, als für den Abend zur großen Königsproklamation geladen wurde. Welch ein hohes Ansehen der Evingser Schützenverein im Dorf genießt, zeigt sich an den Mitgliederzahlen: 930 Schützen sind registriert, somit ist statistisch gesehen nahezu jeder männliche Bewohner Mitglied. „Gemeinschaft zu leben und Traditionen zu pflegen wird immer schwerer. Nicht so hier. Wenn man sieht, wie hier die Tradition gelebt wird, ist das Beweis genug, dass die Tradition auch weiterhin fortgeführt werden wird“, erklärte der erste Vorsitzende Friedhelm Winkel stolz bei der Übergabe des Festes an Hauptmann Dieter Bernhardi am Freitagabend nach der Königsproklamation.

Am Samstagabend wurden die Norweger offiziell begrüßt, die trotz des tödlichen Unfalls eines Freundes auf dem vergangenen Schützenfest, wieder mit einer gewohnt großen Abordnung erschienen. Wir haben heute an seinem Grab einen Kranz niederlegen lassen“, erklärte Bernhardi. Die aus Koppang stammende Gruppe hatte natürlich nicht nur jede Menge Musikinstrumente im Gepäck, sondern auch einige Gastgeschenke. Für den Vorstand gab es Norwegerkrawatten, für den Hofstaat gab es Hochprozentiges. Aber auch die Evingser hatten sich wieder einiges einfallen lassen: „Von uns gibt es ein Jagdhorn, damit könnt ihr dann „Elch tot“ spielen.“ Nachdem der offizielle Akt durch den Ausmarsch der Fahnen abgeschlossen wurde, ging es nahtlos weiter. Königspaar und Hofstaat eröffneten mit einem Foxtrott den Ball. Im Nu füllte sich die Tanzfläche, bis in den Morgen wurde getanzt, gefeiert und gelacht. - lm

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