Aufzug: „Fassade streicht sich selbst“

Auf dem Weg an seinen Platz: 160 Kilogramm wiegt ein Fassaden-Element. Foto: Keim

Altena - Seit Montag, 24. März, wird am Empfangsgebäude des Burgaufzugs die Fassade montiert. Die erste Lieferung an Cortenstahl-Platten war zur Mittagszeit verbaut, Nachschub war bereits unterwegs.

Von Thomas Keim

Interessant dürfte es in den nächsten Wochen sein, die Veränderung der Fassade zu beobachten. Sie wird erst nach und nach ihr endgültiges Gesicht zeigen, denn der Stahl wird etwas tun, was sonst sehr unerwünscht ist: Er wird rosten, seine ganz eigene Patina annehmen und sich damit selbst eine „Schutzschicht“ verpassen. „Die Fassade“, so der Architekt Klaus Hollenbeck, „streicht sich selbst“.

Das Material sei für solche Zwecke ideal, berichtet Hollenbeck, der Planer des neuen Tores zur Burg. „Jede Zeit hat ihre Kinder“, weist der Planer darauf hin, dass man sich hier bewusst für ein modernes Material entschieden habe – gleichwohl aber auch für „etwas Schweres, Archaisches“. Zusammen mit der ins Gebäude laufenden Granitpflasterung und dem wirkungsvollen Sichtbeton im Inneren entstehe hier ein stimmiger Gesamteindruck“, so Klaus Hollenbeck. Dagegen hält es der Architekt für ganz unangebracht, wenn man hier versucht hätte, „etwas Altes zu imitieren.“ Es handele sich , wie der Name schon sagt, „um ein neues Tor zur Burg.“

Und schwer ist das jetzt verbaute Material tatsächlich: Rund 160 Kilogramm wiegt eine einzelne Platte, deren Montage gestern begonnen hat. Mit Hilfe einer Vakuum-Halterung und eines Autokrans wurden die Elemente an ihre künftige Position gehievt, wo sie von zuvor montierten Schienen und Bolzen aufgenommen und schließlich zusätzlich verschraubt wurden. Bis zum Ende der Woche, hieß es gestern, sollen diese Arbeiten erledigt sein.

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