Datenschutz stoppt Aufzugs-Cam

Wegen möglicher Spiegelungen in der Glasfassade des Aufzugshauses musste die Aufzugs-Cam vom Netz geben. Foto: Bonnekoh

Altena -  Wer die Internet-Adresse „www.Altena.de“ anklickt und dann über Links zum Burgaufzug geleitet wird, erfährt auch unmittelbar folgendes: „Liebe Besucher. Aufgrund einer Beschwerde gemäß Bundesdatenschutzgesetz zur Videoüberwachung und die Normen zum Schutz des Rechts am eigenen Bild ist die Webcam zum Erlebnisaufzug ab sofort offline.“

Das heißt im Klartext: Vom Haus gegenüber des „Tores zur Burg“, also dem alten Feedbeck im Gebäude Reuter, werden keine bewegten Live-Bilder mehr ins Netz gestellt.

Corinna Turner vom Stadtmarketing erklärt: „Das Betreiben der Web-Cam während der Bauarbeiten war unproblematisch. Jetzt aber sind durch diesen Standort auch Bilder zu sehen, die nicht gewollt sind.“ Gemeint sind im konkreten Fall eventuelle Spiegelungen in der Fassade beziehungsweise den Fenstern im Eingangsbereich zum Erlebnisaufzug und auch „zwei, drei Meter öffentlicher Raum in die Fußgängerzone hinein.“ So könne man unter Umständen einen Bürger beim Herunterbringen des Mülls in seine Tonne sehen, was nicht erlaubt sei.

Ob Abhilfe geschaffen werden kann und wie, darüber zerbrechen sich jetzt diverse Mitarbeiter in der Stadtverwaltung die Köpfe.

Stadtplaner Roland Balkenhol hat das „ganze zur Kenntnis genommen. Mehr kann ich nicht sagen.“ Daria Fikus, Eventaufzugs-Managerin, ist genauso ein bisschen ratlos wie die Verwaltungsleitung selbst. Ob und wie eine Web-Cam nun überhaupt installiert werden kann, sei offen. Zwar habe man ins Gespräch gebracht, sie womöglich im Aufzug – also bei der Fahrt in den Burginnenhof und zurück – einzubauen. Nur: Ob das unproblematisch ist, wird noch geprüft. Daria Fikus ist aber sicher: „Wir werden das Problem lösen.“

- von Johannes Bonnekoh

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