Aufwendiger Transport der neuen Fußgängerbrücke zum Widerlager

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Stückweise: Sehr langsam bewegte sich der Transport voran. Gegen 15 Uhr war die Fritz-Berg-Brücke erreicht.  Fotos: Keim

Altena – Der Hauptteil der künftigen Fußgängerbrücke vom Markaner in Richtung Bahnhof wurde am Mittwoch auf eine neue Position manövriert. Zunächst musste das große Bauteil durch eine Art Lafette, also ein fahrbares Untergestell, mobil gemacht werden.

Mit Hilfe von drei Kränen kam nach längeren Vorarbeiten dann etwa zur Mittagszeit langsam, aber stetig, Bewegung in die Szenerie. Vom Standort auf Höhe des Bahnsteiges wurde der Hauptteil der Brücke in Richtung des Widerlagers auf der westlichen Lenneseite bugsiert.

Der Bau der Brücke vom Markaner zum künftigen „Lennepark“ am westlichen Lenneufer drohte zwischenzeitlich zur unendlichen Geschichte zu werden. Der erste Auftrag dafür war schon 2014 vergeben worden – damals gewannen die Münchener Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Lohrer und Hochrein mit ihrem Entwurf den Architektenwettbewerb für die Fußgängerbrücke.

2016 wurde dann mit dem Bau am Stützpfeiler und Widerlager begonnen, diese Arbeiten wurden 2017 abgeschlossen. Dass es dauern würde, bis dann auch der Stahlbau abgeschlossen sein würde, das war von vornherein klar: Die Firma Rohlfing aus Stemwede bei Minden gab das mit Abstand günstigste Angebot ab, erklärte aber gleichzeitig, dass die Fertigstellung wegen noch abzuarbeitender Aufträge nicht zu dem von der Stadt gewünschten Termin erfolgen könne. Trotzdem erhielt sie den Zuschlag – das zweitgünstigste Angebot war immerhin 400 000 Euro teurer.

Der Neubau soll Fußgängern und Radfahrern einen wesentlich besseren und zudem barrierefreien Zugang zum Bahnhof ermöglichen. Außerdem bindet sie den künftigen Lennepark, der auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände entstehen soll, an die Innenstadt an.

Die Brücke mit einem Gesamtgewicht von rund 100 Tonnen wird 1,2 Millionen Euro kosten, davon trägt das Land den Großteil.

Die äußeren Bedingungen für den Transport des größten Brückenteiles waren gestern nicht die schlechtesten. Im Vorfeld hatte es geheißen, dass das Unternehmen verschoben werden müsse, wenn es zu windig sei. Die Gefahr, dass das Gespann ins Kippen kommen könnte, sei zu groß, hatte Stadtplaner Roland Balkenhol gesagt. Im kommenden Monat dürfte mit der Endmontage zu rechnen sein.

Zunächst hatte es geheißen, die neue Brücke solle noch im Jahr 2018 montiert werden – daraus wurde dann aber nichts.

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