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Aufwendige Felssicherung am Burgberg: Erster Bauabschnitt abgeschlossen

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Von: Markus Wilczek

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Seit Dezember laufen die Felssicherungsarbeiten am Burgberg in Altena. Nach einem geologischen Gutachten musste es schnell gehen, denn der Burgberg bröckelte.
Seit Dezember laufen die Felssicherungsarbeiten am Burgberg in Altena. Nach einem geologischen Gutachten musste es schnell gehen, denn der Burgberg bröckelte. © Wiechowski, Jona

Der erste Bauabschnitt der Felssicherungsarbeiten am Westhang der Burg Altena ist abgeschlossen. Das zumeist trockene Wetter in den vergangenen Wochen ermöglichte die Fertigstellung der Fangzäune und die Sicherung des Gesteinsmaterials.

Das Ergebnis eines geologischen Gutachtens im vergangenen Jahr ließ keine Zweifel: An der Lenne zugewandten Seite des Burgbergs droht Steinschlag. Aus diesem Grund waren umgehend Felssicherungsmaßnahmen vorzunehmen.

Größte Herausforderung dabei: die Baustellenlogistik. In dem kaum zugänglichen Gelände ohne Zuwegung und einer Neigung von bis 90 Prozent kann nicht mit großen Gerätschaften gearbeitet werden. Deshalb packen speziell ausgebildete Höhenkletterer lose, im Hang liegende Gesteinsbrocken sowie offene Felsformationen mittels eines Schutznetzes ein.

Das Wetter hat mitgespielt

Weil das Wetter in den vergangenen Monaten mitgespielt hat, konnte der erste Bauabschnitt innerhalb des vorgesehenen Zeitplans abgeschlossen werden. „Fangzäune wurden erneuert und das vorhandene Gesteinsmaterial gesichert“, berichtete Manfred Fischer, Leiter der Gebäudemanagements des Märkischen Kreises, im Bau- und Straßenausschuss.

In luftiger Höhe und in sehr steilem Gelände arbeiten die Felskletterer, um loses Gestein aus dem Hang zu entfernen und diesen zu sichern.
In luftiger Höhe und in sehr steilem Gelände arbeiten die Felskletterer, um loses Gestein aus dem Hang zu entfernen und diesen zu sichern. © Märkischer Kreis

Parallel zum ersten ist der zweite Bauabschnitt gestartet. Mit weiteren 2000 Quadratmetern Schutznetz sollen die Felsformationen gesichert werden. „Die Maßnahme ist alternativlos“, machte Manfred Fischer im Bau- und Straßenausschuss deutlich. Durch die Ausführung der zweiten Sicherungsphase könne die aufwendige Baustelleneinrichtung weiter genutzt werden. Zeit und Baukosten würden so eingespart.

Kosten von rund 1,5 Millionen Euro

Der Märkische Kreis rechnet mit einer Gesamtfertigstellung im vierten Quartal dieses Jahres und kalkuliert aufgrund der komplizierten und umfangreichen Baumaßnahme mit Kosten in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro brutto.

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