Immobilie mit Tücken

Luxusvilla samt Park im MK: Vierter Anlauf für Verkauf scheitert

Der Hof Bredde auf Rosmart in Altena steht seit Jahren leer.
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Die Immobilie steht seit Jahren leer.

Vier Anläufe, kein Bieter: Ein Hof samt Luxusvilla und Park im MK findet einfach keinen neuen Besitzer. Der bräuchte richtig viel Geld - nicht nur für den Kauf.

Auch der vierte Anlauf zur Versteigerung von Hof Bredde auf Rosmart ist gescheitert. Kein Bieter kam am Mittwoch (9. Juni) ins Amtsgericht Altena, um ein Gebot für das seit Jahren leerstehende Gebäude abzugeben. Ein Gutachten gibt den verbliebenen Wert der 1965 neben einem älteren Hofgebäude errichteten Luxusvilla mit 838 710 Euro an.

Die 7/10-Grenze, bei der ein Bieter einen rechtlichen Anspruch auf einen Zuschlag gehabt hätte, liegt bei 587 097 Euro. Einem Zuschlag in Höhe der 5/10-Grenze, also der Hälfte des gutachterlichen Schätzwertes, hätte die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis als Hauptgläubigerin zustimmen müssen. Diese Grenze lag bei 419 355 Euro. Hinzu wären für einen Käufer aber mittlere fünfstellige Straßenanliegergebühren und die Gerichtskosten gekommen.

Gewerbegebiet: Klare Vorgaben für Nutzung

Doch es herrschte weitgehend Schweigen im Sitzungssaal, bis die 30-minütige Bietzeit abgelaufen war. „Das Zwangsversteigerungsverfahren wird eingestellt“, verkündete die zuständige Rechtspflegerin. Sollten die Gläubiger einen erneuten Versteigerungstermin wünschen, müssten sie einen Antrag stellen. Immerhin gab es ein kurzes Gespräch der Vertreterin der Sparkasse mit zwei auswärtigen Interessenten, die allerdings noch weit von der Abgabe eines Gebotes entfernt waren.

Mit diesem erneuten Scheitern der Zwangsversteigerung ist die Zukunft der Immobilie, um die herum das Gewerbegebiet Rosmart gewachsen ist, weiterhin völlig offen. Verschiedene Nutzungskonzepte, die Interessenten in der Vergangenheit entwickelt hatten, scheiterten auch an den Vorgaben des Gewerbegebietes.

Grundsteuer allein kostet fast 10.000 Euro pro Jahr

Wer im Hof Bredde wohnen möchte, muss das Gebäude auch gewerblich nutzen. Es hat einen gewissen Renovierungsstau: Die unzureichende Dämmung und marode Fenster treiben die Nebenkosten auf stattliche 3000 Euro monatlich hoch. Allein die Grundsteuer beträgt jährlich fast 10 000 Euro.

Dafür gibt es 1605 Quadratmeter: 478 Quadratmeter Wohnfläche, 329 Quadratmeter Nutzflächen, dazu jeweils 137 Quadratmeter Keller und Technikräume sowie die Schwimmbadfläche von zehn mal sechs Meter. Das gesamte Grundstück ist 37 368 Quadratmeter groß. Dessen größter Teil entfällt auf einen vollständig eingezäunten Laubwald, in dem man seinen Hund nach Herzenslust umhertoben lassen kann. Der Hof Bredde hat eine wechselvolle Geschichte.

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