Die Jugendfeuerwehr senkt ihr Einstiegsalter

Alexander Grass, Udo Winter und Stefan Brockhaus ehrten Jochen Grefe (2.v.r.) für die Hydranten-Digitalisierung.  Fotos: Hornemann

ALTENA - Die Jugendfeuerwehr senkt ihr Einstiegsalter ab und ermöglicht dem Nachwuchs durch ein gezieltes Ausbildungsprogramm neue Perspektiven. Ab sofort können schon zehnjährige Kinder einsteigen und mit 15 die Ausbildung zum Brandschutzerzieher beginnen. Mit 17 gibt es die Möglichkeit, direkt in den Löschgruppen auf den aktiven Dienst vorbereitetet zu werden.

Das teilte Stadtbrandinspektor Alexander Grass bei der Jahresdienstbesprechung mit. Der Jugend will die Feuerwehr den Einstieg auf diese Weise schmackhaft machen. „Für uns wird das eine tolle Herausforderung!“ blickte Grass in die Zukunft.

Davon gab es allein in den vergangenen sechs Monaten jede Menge. Die Bekämpfung von vier Großbränden forderte allen Einsatzkräften viel ab. Hinzu kamen 2013 ein Mittelbrand, und 25 Kleinbrände. 1730 Notfalltransporte, 18 First Responder-Einsätze, sechs Rettungshubschraubereinsätze und einer mit Intensivtransporthubschrauber hielten die Kollegen auf Trab.

„Und all das habt Ihr großartig gemeistert“, lobte der Chef am Samstag in der Dahler Schützenhalle. 15 Personen waren aus Wohnungen, von Balkonen und Dächern geborgen worden. Wenn das Feuer auch noch so heiß lodert - die Wehr behält einen kühlen Kopf und handelt schnell und effektiv. Das lobte nicht nur Kämmerer Stefan Kemper, der 2013 alle notwendigen Anschaffungen für die Wehr genehmigt hatte.

Auch Altenas neuer Polizeichef Andreas Schober hielt eine Grußansprache, die einer Laudatio auf alle Einsatzkräfte und die Bürger seiner Wirkungsstätte gleichkam: „Hier leben Menschen, die beherzt anpacken und immer für ein offenes Wort zu haben sind. Probleme werden unbürokratisch gelöst. So selbstverständlich, wie das hier ist, habe ich es noch nirgendwo anders erlebt.“

Ab dem kommenden Wochenende wird die Altenaer Wehr landesweit die erste mit der neuen, hochmodern ausgerüsteten Schutzkleidung sein. Der langersehnte Digitalfunk wird derzeit eingeführt und auch in den Führerhäusern der Einsatzfahrzeuge ist einzigartige Technik angekommen: Einsatzleiter brauchen dort nur noch einen Straßennamen in den Computer eintippen und sehen, welche Hydranten an welcher Stelle zur Verfügung stehen.

Jochen Grefe hatte über viele Jahre hinweg diese Standort-Digitalisierung vorgenommen und erhielt von Alexander Grass, seinem Stellvertreter Stefan Brockhaus und Wachleiter Udo Winter eine Sonderauszeichnung für diese Fleißarbeit. Mit dekorativen Flammen wurde ohnehin nicht gegeizt: Zahlreiche Beförderungen, Ehrungen und Ernennungen rundeten die Jahresdienstbesprechung ab. - von Ina Hornemann

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