Gewerbepark Rosmart

MN Kaltformteile expandiert auf Rosmart 

Anders als andere sollte der Gewerbepark aussehen – das war die anfangs ausgegebene Maxime. Der Neubau der MN Kaltformteile setzte sie besonders gelungen um.

Altena - Als sich die Firma MN Kaltformteile vor acht Jahren als erste Firma überhaupt im Märkischen Gewerbepark Rosmart (MGR) ansiedelte, handelte sie auch eine Kaufoption für das an ihren Neubau angrenzende Grundstück aus. Sie wurde jetzt eingelöst.

Wie Uwe Krischer, einer der Geschäftsführer des Gewerbeparks, mitteilte, wurde der Kaufvertrag für die 15 000 Quadratmeter große Fläche vor einigen Tagen notariell beurkundet. Vereinbart wurde darüberhinaus, dass der Kaufpreis noch in diesem Jahr entrichtet wird.

Es handelt sich um das zweite große Areal, dass der Gewerbepark im Jahr 2014 verkaufen konnte: Im September wurde bekannt, dass die Lüdenscheider Firma Berghöfer eine 9600 Quadratmeter große Fläche erworben hat, um ein neues Bandschneidcenter zu errichten. Zu sehen ist davon zwar bis heute nichts, was aber nichts heißen will: Geschäftsführer Arnd Berghöfer hatte schon bei der Bekanntgabe der Pläne gesagt, dass man keine Eile habe und das Bauvorhaben nach der Winterpause in Angriff nehmen werde.

Auf der von MN Kaltformteile erworbenen Fläche laufen bereits die Erdarbeiten. Was dort genau geschehen wird, sagte das Unternehmen nicht – Anfragen unserer Zeitung blieben unbeantwortet. Allerdings wurde in der letzten Ratssitzung bekannt, dass das Unternehmen eine Betriebserweiterung plant und in diesem Zuge auch eine Reihe neuer Arbeitsplätze schaffen wird. Im Moment beschäftigt MN rund 100 Mitarbeiter.

Eine weiterer Neubau zeichnet sich bereits ab – Jens Peter Fischer unterschrieb Donnerstagnachmittag den Kaufvertrag für ein Grundstück gegenüber seiner bereits stehenden Halle. Weil er inzwischen 27 Mitarbeiter beschäftigt, reicht der Platz an seinem bisherigen Standort im Dorf Rosmart nicht mehr aus. Er will ihn bis spätestens 2016 komplett in den Gewerbepark verlegen. Für Kämmerer und Kommunalpolitiker in Altena, Werdohl und Lüdenscheid sind die Verkäufe eine gute Nachricht. Die Kommunen sind Anteilseigner des Gewerbeparks und springen ein, wenn der Verluste macht – wozu es wegen der Verkäufe aber in 2014 nicht kommen dürfte.

Die schleppenden Verkäufe waren in der Vergangenheit immer wieder Thema. „Die Vermarktung eines Industrieparks mit 40 Hektar Nettonutzfläche ist ein langfristiges Projekt. Mit dem Verkauf dieses Grundstücks sind wir erneut einen guten Schritt vorangekommen“, zieht MGR-Geschäftsführer Uwe Krischer zum Jahresende eine positive Zwischenbilanz.

Sein Geschäftsführerkollege Edgar Weinert aus Lüdenscheid ergänzt: „Der Verkauf dieses Grundstücks ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Gewerbepark Rosmart vor allem auch der Bestandspflege der ortsansässigen Unternehmen dient“.

Von Thomas Bender

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